Zu Favoriten hinzufügen


Freitag, 2. März, Alter: 5 Jahre » Zurück

Von: Nicole Aleithe

Erste individualisierte Zeitung Deutschlands in Planung

Die Zeitung von morgen

Mittweidaer Studenten haben in Kooperation mit Studenten der Universität Köln und einem Unternehmensberater aus Nürnberg ein neues Projekt auf die Beine gestellt: Die erste individualisierte Zeitung Deutschlands. medien-mittweida.de sprach mit der Medientechnikstudentin Susann Reichert über das Projekt "Durchleser".

Das Titelbild der Testausgabe von "Durchleser" gibt schon einmal eine Vorstellung von der ersten individualisierten Zeitung Deutschlands. (Quelle: Durchleser)

Das Titelbild der Testausgabe von "Durchleser" gibt schon einmal eine Vorstellung von der ersten individualisierten Zeitung Deutschlands. (Quelle: Durchleser)

Wie kamt ihr auf die Idee, eine individualisierte Zeitung zu entwerfen?

Auf die Idee zur individualisierten Zeitung sind wir über unseren "Chef" Klaus Gradischek gekommen, ein Unternehmensberater aus Nürnberg und gleichzeitig Dozent an der Uni Köln. Er hatte das Projekt schon seit einer Weile in der Schublade, weil der Fachbereich Informatik an der Uni Köln die Software für eine individualisierte Zeitung entwickelt hat. Das heißt, es werden Artikel nach bestimmten Kriterien zusammenstellt, automatisch layoutet und ausdruckt. Herr Gradischek hat dann Leute gesucht, die das Projekt redaktionell unterstützen, und ist dabei in Mittweida gelandet.

Wie lange arbeitet ihr schon an der Zeitung "Durchleser"?

Seit November arbeiten wir jetzt konkret an dem Projekt. Unser Team besteht aus zehn Mittweidaer Studenten, Klaus Gradischek, seiner Mitarbeiterin und den Informatikern aus Köln. Seit November ist ein tolles Layout für die Zeitung entstanden, einige Werbemittel und ein umfassendes redaktionelles Konzept. Natürlich haben wir auch den Namen und die Corporate Identity selbst entwickelt. Im Moment ist die Webseite zum Projekt in Arbeit.

Wen möchtet ihr mit eurer Zeitschrift ansprechen?

Wie gesagt, es handelt sich um die erste individualisierte Zeitung in ganz Deutschland. Sie soll sechs Monate lang jede Woche erscheinen und richtet sich vor allem an Verlage und Druckereien. Ihnen wollen wir zeigen, dass eine individualisierte Zeitung machbar ist - damit sie endlich den Mut haben, selbst so ein Projekt zu starten. Denn davon, dass die Zukunft des Printmarktes in der Individualisierung liegt, redet jeder. Aber probiert hat es noch niemand.

Wisst ihr denn schon, wann die erste Ausgabe von „Durchleser“ erscheinen soll?

Wann die erste Ausgabe kommt, hängt von unserer "IT-Abteilung" ab. Die Informatiker von der Uni Köln haben das Programm zwar längst fertig, aber im Praxistest hat sich jetzt gezeigt, dass noch ein paar Sachen optimiert werden müssen. Ich hoffe, wir können im Sommersemester 2007 starten.
Allerdings gibt es im Moment ein ganz anderes Problem: Die jetzigen "Macher" kommen allesamt ins sechste Semester, sind also bald weg - im Ausland und Bachelorarbeit schreiben. Deshalb brauchen wir dringend Nachfolger, damit dieses tolle Projekt nicht scheitert.

Für welche Bereiche sucht ihr Verstärkung? An wen können sich Interessierte wenden?

Wir suchen vor allem kreative Schreiber, die Lust auf ein innovatives Projekt haben. Im Bereich Marketing und Grafik suchen auch noch Verstärkung. Übrigens ist es möglich, sich seine Tätigkeit, nach Absprache im Print-Bereich, als Credits anrechnen zu lassen. Interessierte melden sich unter: redaktion@durchleser.de

 

Wir danken Susann Reichert für das interessante Gespräch.



» Zurück
Footer