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Montag, 14. Mai, Alter: 5 Jahre » Zurück

Von: Philipp Loewe

Kommentar zur Demo am Samstag

Nur keine Panik

Die angeblich gewaltbereiten linken Krawallos haben es mit ihrer Demo am vergangenen Wochenende allen gezeigt. Besonders all jenen, die im Vorfeld düstere Straßenschlachtszenarien prognostiziert haben. Dass es auch anders geht, hat die friedlich und ohne Zusammenstöße verlaufene Demo gezeigt.

Friedlich und ohne Zusammenstöße verlief die Demo am vergangenen Wochenende. (Foto: Philipp Löwe)

Ob die vorbeugend durchgeführten Gewahrsamnahmen im rechtem Spektrum für den friedlichen Verlauf der Demo mitverantwortlich sind, sei dahingestellt.

Festzustellen bleibt aber: Alle haben sie kalte Füße gekriegt, als der Titel der Demo von "Für Demokratie und Toleranz - gegen Rechtsextremismus!" in "Naziterror stoppen - Alternative Freiräume schaffen" geändert wurde. Allen voran Mittweidas CDU-Oberbürgermeister Matthias Damm, der seine Unterstützung prompt zurückzog. Der Studentenrat ließ sich von dieser Hysterie anstecken und verschickte ebenfalls eine Rundmail, um sich zu distanzieren. Hinter vorgehaltener Hand munkelt man, dies sei auf Drängen des Stadtoberhaupts geschehen. Zu groß war manchen das Risiko mit Chaoten aus der autonomen Szene in Verbindung gebracht zu werden. Dieses Argument griffen auch dankbar etliche Kommilitonen auf, die einfach zu faul waren am Samstag oder vielleicht gar keinen Handlungsbedarf sehen. Zu erwähnen sei an dieser Stelle auch, dass sich auch Vertreter der Kirchen oder anderer Parteien (ausgenommen der PDS-Organisator) zu fein waren, um mit den Linken auf die Straße zu gehen. Dass eine im Vergleich viel zu kleine Gruppe Bürger und Studenten bei der Demo mitmarschierte, räumlich von Punks und Lederjackenträgern getrennt, war ein Lichtblick - nicht mehr.

Zu dumm also, dass in Mittweida kein wilde die Stadt verwüstende Horde aufmarschiert ist und auch keine Autos oder Müllcontainer gebrannt haben. Wie gesagt: allen haben sie es gezeigt am Samstag – nicht nur den Rechten. Ob die Initiative für ein Weltoffenes Mittweida auch 2 000 Menschen mobilisiert, bleibt mit Spannung abzuwarten.



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