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Donnerstag, 11. Oktober, Alter: 4 Jahre » Zurück

Von: Stefan Dietrich

Referenten des 11. Medienforums Mittweida: Klaus Gradischek

Zeitung 2.0: Lesen, was interessiert

Die Zeitungs-Lesegewohnheiten einzelner Menschen unterscheiden sich stark. Manche stürzen sich auf den Sportteil, andere lesen nur Wirtschaftsnachrichten. Mancher empfindet gar das Feuilleton als puren Unnutz. Optimal wäre also eine persönliche Zeitung. Klaus Gradischek stellt das Konzept der "Zeitung 2.0" zum Medienforum Mittweida vor.

Klaus Gradischek (Foto: Klaus Gradischek)

Klaus Gradischek (Foto: Klaus Gradischek)

Die Zeitungs-Lesegewohnheiten einzelner Menschen unterscheiden sich stark. Manche stürzen sich auf den Sportteil, andere lesen nur Wirtschaftsnachrichten. Mancher empfindet gar das Feuilleton als puren Unnutz. Optimal wäre es also, wenn der Leser nur die Inhalte erhält, die ihn auch interessieren. Klaus Gradischek, Referent des 11. Medienforums Mittweida, beschäftigt sich seit Jahren mit der Individualisierung von Zeitungen. Sein Konzept, die so genannte "Zeitung 2.0", setzt genau an dieser Problematik an. Je nach Interessen kann der Leser auf einer Internetplattform Themenschwerpunkte und Darstellungsformen vorgeben. Statt aber selbst im Internet nach seinen Wunschthemen zu suchen, wird "seine" Zeitung individuell für ihn erstellt und der gewünschte Inhalt für den Leser gefiltert. Das fertige Exemplar kommt dann gedruckt per Post. Die Idee der Zeitung 2.0 verbindet damit erstmals die Vorteile klassischer Printausgaben mit den medialen Möglichkeiten des Internets. Der Leser erhält eine individuelle Printausgabe und kann beispielsweise wie gewohnt am Frühstückstisch lesen, was ihn interessiert.
Klaus Gradischek wird beim Medienforum Mittweida im November über die Personalisierung von Zeitungen sprechen und das Konzept der "Zeitung 2.0" vorstellen. In seinem Referat zeigt der Leiter des Institutes für individuelle angewandte Kommunikation und Produktionstechnologie (I²AKP) die Möglichkeiten der modernen Zeitung auf und wird anhand seines Pilotprojekts, dem "Durchleser", den Entstehungsprozess und die Schwierigkeiten bei der Markteinführung erläutern.

Klaus Gradischek stieg 1992 in die grafische Industrie ein und programmierte Druckertreiber mit speziell angepassten Funktionen. Er entwickelte Proof Systems für das Inkjet Drucksystem 3000 der Scitex digital printing Ltd. In den folgenden Jahren legte er seinen Schwerpunkt auf die Erarbeitung von neuen Lösungen für personalisierte, digitale Druckerzeugnisse in der Medienindustrie. Im Juli 2005 gründete Klaus Gradischek das Institut für individuelle angewandte Kommunikation und Produktionstechnologie (I²AKP) um noch stärker in Forschung und Entwicklung tätig werden zu können. Gradischek ist Geschäftsführer des I²AKP und erforscht innovative Kommunikationwege.



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