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Mittwoch, 24. Oktober, Alter: 4 Jahre » Zurück

Von: Felix Scherer

ACTA 2007 - Die neue Allensbacher Computer- und Technik-Analyse

Die Vernetzung nimmt zu

72 Prozent der 14- bis 64-Jährigen nutzen das Internet. Hierbei bilden junge Menschen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren die Mehrheit. Der geringere Anteil setzt sich nach wie vor aus der Altersgruppe 60 bis 64 zusammen. DSL oder einen vergleichbar schnellen Zugang besitzen zwei Drittel der Bevölkerung.

Mann vor Computer

Eine faszinierende Welt, aber kein zweites Leben. (Foto: Felix Scherer)

Im Durchschnitt aller erfassten Altersgruppen werden am häufigsten Nachrichten zu aktuellen Wirtschaftsmeldungen, sowie Anlagetipps und Börsenkurse abgerufen.
Videos, Podcasts und Blogs bilden die Schlusslichter bei der Nutzung.

Es wurde weiter ermittelt, dass noch immer die junge Generation die Möglichkeiten im Netz intensiver nutzt. Besonders ist hier der Bereich der Kommunikation zu erwähnen. Chatten erfreut sich bei Teenagern und Twens großer Beliebtheit. Einmal von klein auf erlernt bleibt diese Affinität über die Jahre erhalten.

Selbstbestimmte Mediennutzung

Eigene Bedürfnisse und Interessen bilden die Impulse, welche Angebote im Netz wahrgenommen und besucht werden. Der User bewahrt sich also seine Identität und wird von externen Reizen weit weniger beeinflusst, als dies in den Medien gerne propagiert wird. Preisvergleiche sind eine immer beliebter werdende Funktion, Angebotsrecherchen für Reisen ebenso. Das Erstellen von Blogs und somit die eigene Darstellung im Netz floriert. Erfahrungen und Wissen werden in Foren und Wikis zu allen denkbaren Themen wiedergegeben. Trotz all den verlockenden Angeboten gibt es keine Anzeichen für einen Bedeutungsverlust von persönlichen Kontakten. Es wird eine zweite faszinierende Welt wahrgenommen, aber kein "zweites Leben". 

Derzeit sind drei Viertel der Bevölkerung Internetnutzer, der Rest plant eine Internetnutzung oder sieht dafür ein Potential. Zum Vergleich: Neun Jahre (1998) zuvor nutzte lediglich ein Zehntel das Internet.

Klassische Medien dominieren

Dennoch spielt das Internet bei der tagesaktuellen Information eine untergeordnete Rolle: 66 Prozent informieren sich durchs Fernsehen, 48 Prozent in der Zeitung, 37 Prozent im Radio und lediglich 14 Prozent im Internet. Es waren aber Mehrfachnennungen möglich. Vor allem Technik-Freaks nutzen Voice-over-IP (Telefonieren über Internet) und IP-TV (Internetfernsehen).

In der digital geprägten Welt verändert sich das Informationsverhalten: Durch Chat und Co beschleunigt sich das Tempo von Kommunikationsprozessen und Reaktionszeiten. Die individuelle Kommunikation wird zeitlich, räumlich und sozial ausgeweitet. Die Kompetenz im Umgang mit der Fülle der Optionen entscheidet zunehmend über individuellen Erfolg. Wichtige Informationen müssen vom Datenmüll getrennt, gefiltert und verarbeitet werden.

Die ACTA 2007 belegt eindrucksvoll, dass die Vernetzung von Mensch und Maschine organisch und unkompliziert erfolgt. Rasant lernen die jüngeren Generationen mit Technik und Programmen umzugehen, wie man früher Fahrrad fahren und Schwimmen gelernt hat - einmal verstanden bleiben die beigebrachten Kompetenzen lebenslang vorhanden. Neue Errungenschaften, wie sie das Zeitalter des Web 2.0 hervorbringt, werden gleich in den Tagesablauf integriert. Die älteren Semester stehen dem Fortschritt weitgehend offen gegenüber und haben wenige Hemmungen sich mit der Cyberworld auseinander zusetzen, auch wenn das auf eine weniger aktive Weise geschieht. Die Einbindung des Internets in den Alltag wächst mit jedem Jahr. Nicht mehr so massiv wie zu Beginn, aber kontinuierlich.



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