Von: Eric Mueller
Neue Serie zum Thema Studium im Ausland
Studium im Ausland - Teil 1: Möglichkeiten und Wege
Welche Länder sind für Medienstudenten interessant? Wie muss ein Aufenthalt im Ausland geplant werden? Welche Aufgaben sind zu bewältigen und was sollte jeder Interessent beachten? Dies und mehr erfahrt Ihr in unserer neuen Serie zum Thema Auslandsstudium.
Ab dem 8. November werden wir euch wöchentlich Berichte und Beschreibungen zu ausgewählten, medienrelevanten Partnerhochschulen vorstellen. Hierbei beleuchten wir, welche Chancen ein Aufenthalt im Ausland bieten kann und welche Probleme vorher zu lösen sind.
Ich will weg!
So vielschichtig die Gründe für ein Auslandsstudium sind, so starr sind Wege zur Umsetzung eines solchen Vorhabens. Natürlich führen viele Wege nach Rom, aber für den sparsamen mittweidaer Studenten gibt es vor allem Einen, bei dem kaum, beziehungsweise nur geringe Maut Gebühren anfallen. Das ist der Weg über die Hochschule selbst.
Wie? Wann? Wohin?
Der Entschluss ist also gefallen. Du willst weg. Doch was musst Du wissen? Zuerst sollte sich jeder, der im Ausland studieren möchte, Gedanken darüber machen, welches Ziel sein Studium haben soll. Oftmals bieten Auslandsuniversitäten nur bestimmte Fachrichtungen an. Sich daher nur auf ein Land zu konzentrieren wäre ebenso wenig ratsam, wie der Entschluss in ein Land zu reisen, dessen Sprache der Student nicht wirklich oder nur ansatzweise spricht. Als nächstes sollte geklärt werden, wann der vorübergehende Campuswechsel stattfinden soll. Sind diese Fragen erst einmal geklärt, bist Du schon ein Stück näher am Auslandsstudium.
Wonach musst du dich richten? Es ist wichtig, dass die Credits, welche für ein erfolgreiches Studium gesammelt werden müssen, nicht außer Acht gelassen werden. Jeder Student muss pro Semester 30 davon sammeln. Diese Regel gilt auch im Ausland. Außerdem ist das Erreichen einer bestimmten Anzahl an Credits, auch eine Bedingung für die finanzielle Förderung durch das Erasmus Programm. Daher ist es wichtig, sich vorab zu informieren, wie viel und mit welchem Aufwand die geforderten Punkte im Wunschland gesammelt werden müssen. Dabei ist wiederum zu beachten, dass die Vergabesysteme nicht überall gleich sind.
Vorher sammeln lohnt sich. So ist es möglich, sich zu entlasten, indem verglichen wird, in welchen Semestern freie Kapazitäten wären, um erforderliche Credits schon vor der Abreise zu sammeln. Mit den Professoren lässt sich im Allgemeinen darüber reden, bestimmte Veranstaltung ein Semester zu verschieben. Wer sich dafür entscheidet ins Ausland zu gehen, will die Zeit genießen und neben dem Studium auch das entsprechende Land erkunden. Mit einem Stundenplan, welcher mit Veranstaltungen voll gestopft ist, werden sicherlich nicht die Hoffnungen eines Auslandsstudenten in Erfüllung gehen. Wem dies alles zu viel Stress bereitet, hat natürlich auch noch die Möglichkeit ein komplettes Semester, oder auch zwei, auszusetzen und diese teilweise oder ganz zu wiederholen. Es sollte auch nicht vergessen werden, dass bestimmte Module unter Umständen nur in einem festgelegten Semester angeboten werden. Möchte der angehende Auslandsstudent dieses Modul unbedingt Belegen, so kann er in diesem Semester natürlich nicht ins Ausland gehen.
An wen musst Du dich wenden? Der nächste Schritt führt dann direkt zu Marion Dienerowitz. Sie arbeitet im Referat für Auslandsangelegenheiten der Hochschule Mittweida und kümmert sich um die Belange der von Fernweh geplagten Studenten. Die Zusammenarbeit mit ihr beginnt mit der Erstellung eines Learning Agreements. In diesem wird die zukünftige ausländische Hochschule, die dort zu belegenden Module und die damit erreichbaren Credits zusammengefasst. Dies bildet den Grundstein für wichtige Förderprogramme und hilft bei den genannten organisatorischen Aufgabenstellungen. Die Planung sollte spätestens ein Jahr vor der geplanten Ausreise beginnen.
Willkommen im kosmopolitischen Mittweida.
Das Auslandsamt der Hochschule Mittweida ist für die Gewinnung von Kooperationspartnern, oder auch Partnerhochschulen zuständig. Alle Hochschulen, die ein solches bilaterales Agreement mit der Hochschule Mittweida eingehen, sind für die Studenten in Mittweida besonders interessant. Dies ist darauf zurück zu führen, dass für eben jene Schulen kaum Studiengebühren anfallen. Europäische Hochschulen, welche eine solche Übereinkunft mit Mittweida nicht abgeschlossen haben, fallen außerdem aus dem Erasmus Förderungsprogramm heraus. Dies bedeutet, dass sich der Student in dem Fall nach anderen Förderungsmöglichkeiten umschauen muss.
Was das Erasmus Programm ist und welche Förderungen es sonst noch gibt, erfahrt Ihr im zweiten Teil unserer Serie.
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