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Donnerstag, 19. Juni, Alter: 4 Jahre » Zurück

Von: Yvonne Langner

Mittweidaer Studenten unterstützen Digitaldruck-Studie

Unter die Lupe genommen

In Zeiten des Web 2.0 wird dem Printmarkt kein gutes Omen vorhergesagt. Gerade deshalb sollte Qualität groß geschrieben werden. Fünf Medientechnik-Studenten der Hochschule Mittweida haben den Praxistest gemacht und Ausdrucke verschiedener Digitaldruck-Maschinen miteinander verglichen.

Digitaldruck-Studie

Medien-Studenten der Hochschule Mittweida beim Untersuchen von Testdrucken verschiedener Digitaldrucksysteme. (Quelle: Verlag Deutscher Drucker, Judith Grajewski)

Ausgangspunkt der Untersuchung war eine Studie des Nürnberger Institutes für individuelle angewandte Kommunikation und Produktionstechnologie (I²AKP), die auf dem Gebiet innovativer Kommunikationswege forscht. Die erregte Ende März die Aufmerksamkeit fünf Mittweidaer Studenten, die daraufhin sechs Digitaldrucksysteme unter die Lupe nahmen. Unter Leitung von Christian Greim, Dozent im Fachbereich Medien der Hochschule, verglichen die angehenden Medientechniker unter anderem Kontrast, Sättigung und Gleichmäßigkeit der einzelnen Druckmuster miteinander.

Neue Standards setzen

Wenn es bisher darum ging, die Qualitätsstandards von sogenannten Digitalproofs (farbliche Simulation des gewählten Druckverfahrens) zu untersuchen, griffen die Unternehmen in der Druckvorstufe auf das Anwendungspaket "Altona Test Suite" zurück. Mit dessen Hilfe können Mediendienstleister, Druckereien, Hersteller und Systementwickler die Einhaltung bestimmter Normen von Druckern und die richtige Farbabstimmung von Software- und Hardwarekomponenten untersuchen. Die Studie der I²AKP kam ohne eine solche Software aus.

Stattdessen verließen sich die Studenten auf ihr Augenmerk und nahmen die Bewertung aus Sicht des Kunden vor. "Wir wollten einen Auftrag nachstellen, wie er täglich bei Druckereien vorkommt", erklärt Klaus Gradischek, Geschäftsführer des I²AKP, der kein Unbekannter mehr in Mittweida ist. Als Referent des Medienforums sprach er bereits im November 2007 über sein Projekt "Zeitung 2.0" - ein individuelles, auf die persönlichen Interessen des Lesers abgestimmtes Printprodukt. Im weitläufigen Zusammenhang kam dadurch die Zusammenarbeit mit der Hochschule zustande.

Die Unterschiede sind minimal

Für Überraschungen sorgte das Ergebnis der Untersuchung jedoch nicht. "Letztlich nehmen sich die Systeme nicht viel. Es gab nur einen Ausreißer hin zum schlechten", bewertet Greim das Resultat. Bei jeder der Maschinen kam es zu Abweichungen im Druck, vor allem bei der Positionierung gab es Schwankungen. Das zeigt, dass sich Käufer einer Digitaldruck-Maschine nicht nur auf Testdrucke verlassen, sondern diese auch genau unter die Lupe nehmen sollten.

Einen ausführlichen Bericht über die Studie veröffentlichte der "Deutsche Drucker", marktführendes Fachmagazin im Bereich der grafischen Industrie, in einer seiner April-Ausgaben. Die zuständige Redakteurin ist eine ehemalige Medientechnik-Studentin und besuchte eigens dafür ihren alten Studienort, um sich ein Bild von dem Projekt zu machen.



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