Von: Steffen Kalfac

"Japan All Stars"-Tuning-Treffen in Freital
Party auf vier Rädern
Tuning-Fans aus ganz Deutschland und den Nachbarländern reisten am Samstag an, um Auto und Hobby vorzuführen. In Freital bei Dresden fand das fünfte "Japan All Stars"-Treffen statt. Dabei gab es auch für den normalen Autofahrer viel zu sehen.

"Japan All Stars"-Treffen in Freital. Auch andere asiatische Marken waren vertreten. (Foto: Steffen Kalfac)
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Es ist 10.45 Uhr an einer Autobahnraststätte nahe Chemnitz. Die Mitglieder und Freunde des "Kia Club Erzgebirge" setzen ihre Fahrzeuge in Bewegung. Ihr Ziel ist die Windbergarena in Freital. Um niemanden zu verlieren, fahren alle mit durchschnittlich 120 Kilometern pro Stunde in einer Fahrzeugkolone. Kurz vor Dresden verlassen sie die Autobahn, um den restlichen Weg über die Landstraßen zu fahren.
Asiatische Konkurrenz ist willkommen
Kia ist zwar eine südkoreanische Automarke, aber die Veranstalter sehen das nicht zu ernst. Deshalb sind auch andere asiatische Automarken auf dem Tuning-Treffen willkommen. Gegen 12 Uhr ist das Ziel erreicht: Freital. Vor der Windbergarena herrscht ein hektisches Treiben. Eine junge Frau kümmert sich um den Einlass der Besucher und auf dem Parkplatz weisen Helfer den Tuning-Freunden ihren Standplatz zu.
Die Freunde des "Kia Club Erzgebirge" müssen sich zunächst vor der großen Arena auf den Parkplatz stellen. Schnell erfahren sie, dass die große Halle bereits voll ist und momentan keine weiteren Fahrzeuge mehr hinein dürfen. Mike findet, dass dieses Problem anders gelöst werden sollte. "Da stehen alte Autos drin, während die neuen hier draußen stehen müssen", beschwert sich der 27-jährige Koch.
Grillstimmung zwischen Motorenbrummen
Auf dem Veranstaltungsgelände treffen immer mehr Fahrzeuge ein. Jeder Wagen wird schon am Eingang von den vielen Besuchern gemustert. Glänzende Effektlackierungen, Chrom- oder Leichtmetallfelgen, sowie das sportliche Motorenbrummen gehören hier zur Tagesordnung. Was vor zehn Jahren noch der untere Mittelklassewagen von Mutti war, ist heutzutage ein Auto voller Extravaganz. Teilweise übersteigen einige sogar den Wert fabrikneuer Fahrzeuge.
Während der Mittagszeit genießen alle die sommerlichen Temperaturen. Es herrscht Grillfeststimmung. Alles ist sehr familiär, denn immerhin teilen hier alle dasselbe Interesse. "Leute kennenlernen, der Spaß an der Veranstaltung und schauen, wo ich mit meinem Wagen so stehe", sind die Hauptargumente von Mike, wenn es um die Bewertung und das Gefallen der Veranstaltung geht. Beim Rundgang durch die Halle erscheint die Kritik von ihmgerechtfertigt. Ab und zu stehen alte Wagen, an denen nichts gemacht ist, in der Halle und nehmen hochwertigeren Fahrzeugen auf dem Parkplatz vor der Windbergarena den Stellplatz weg.
Reden über Trends in der Tuning-Szene
In der Halle spielt Musik und es gibt zwei Imbissstände, um die Besucher zu versorgen. Robin von den "Toyota Freunden Sachsen" beschreibt die Stimmung mit einem Wort: "Geil". Der 23-Jährige sitzt mit ein paar anderen Clubmitgliedern in der Halle und genießt das Treffen. Der Anlagemechaniker zählt auf, was für ihn bei solchen Treffen am Wichtigsten ist und warum es ihm so gut gefällt: "Ich mag die Leute hier. Denn ich kann mich mit ihnen austauschen und über Trends reden. Es macht Spaß hier zu sein und mit anderen über neue Sachen der Tuning-Szene zu quatschen". Selbstverständlich ist er nächstes Jahr wieder dabei.
Als er erklärt, was sein Lieblingsauto ist, kommt Robin kurz ins Stocken. Nicht nur er, sondern auch ein Freund, müssen schmunzeln. "Überlege dir die Antwort gut", rät ihm der Kumpel. Nach kurzer Zeit sagt Robin: "Ein Nissan Skyline GTR 32. Das wäre schon ein Traum". Ein Fahrzeug eines anderen Herstellers also. Aber selbst die"Toyota Freunde Sachsen", mit ihren ohnehin schon beeindruckenden Fahrzeugen, haben noch Träume.
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