Von: Philipp Girrger

Ministerpräsident Tillich stellte sich Hochschulmedien
Brisante Fragen in 50 Minuten
Mit Beifall betrat Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) das Studio A der Hochschule Mittweida. Mit der Hochschulprominenz schritt er am 1. Oktober die Treppe zum Podium hinab, hinein ins Scheinwerferlicht der Hochschulmedien-Kooperation.

Sachsens Ministerpräsident Tillich stellte sich den Fragen der Hochschulmedien. (Foto: Jan Kalitowitsch)
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Die Hauptakteure - Vertreter der einzelnen Hochschulmedien - saßen bereits auf einem extra aufgebauten Podium. Oliver Schmidt, Chefredakteur der Wochenzeitung Novum, Sebastian Schnerpel, Nachrichtenchef des Senders 99drei Radio Mittweida, Thomas Christmann, Chefredakteur von medien-mittweida.de und Philipp Löwe für den lokalen Fernsehsender MW Digital.
Meditation vor dem Start
Vier Hochschulmedien, völlig unterschiedlichen Typen, Themen und Vorbereitungen: Jeder löcherte den Landesvater zu festgelegten Fragenkomplexen. Vorher gingen die Studenten noch einmal auf ihre Art an die Pressekonferenz heran. Es wurde meditiert, schnell noch wichtige Passagen in den Unterlagen angestrichen oder letzte Details mit den Redakteuren und der Regie abgeklärt.
Letzte Absprachen mit den Kameraleuten, schnell noch die Ablaufpläne durchgehen, Walky-Talkys einstellen, Handys leise schalten und dann kam er. Umringt von wichtigen Vertretern der Hochschule und dem Oberbürgermeister der Stadt Mittweida, Matthias Damm (CDU), betrat der Ministerpräsident pünktlich um 14 Uhr die Bühne. Etwa 100 Zuschauer hatten ihre Plätze eingenommen. Spot an. Das rote Licht "On Air" erstrahlte und die drei Kameras richteten sich auf das Podium.
Hochschulstandort, NPD und Grenzöffnung
Hochschulmedien-Koordinator Klaus Vorbrodt begrüßte den Ministerpräsidenten und seinen Regierungssprecher Peter Zimmermann feierlich: "Wir freuen uns, dass wir Sie hier an der Hochschule begrüßen dürfen. Wir sind hier unter der Leitung von gleich zwei Kanzlerinnen: eine in Berlin, die um die Mehrheiten kämpfen muss und unsere unumstrittene Kanzlerin der Hochschule, Sylvia Bäßler." Der Eröffnungslacher war gesichert. Locker ging es auf dem - ausschließlich von Männern besetzten - Podium in den ersten schweren Themenkomplex: Hochschulpakt und Sicherung der Hochschulstandorte.
"Wir möchten die durch die Kreisreform entstandenen Synergien bei den Hochschulen nutzen. Trotzdem ist der Hochschulpakt ein anspruchsvolles Programm, das wir auch durch Studenten aus anderen Bundesländern erreichen wollen," erklärte der Ministerpräsident den besorgten Stundenten. Mögliche Bedenken um den Hochschulstandort Mittweida schienen zerstreut. Das Publikum lauschte gebannt, was der CDU-Politiker zur herausgehobenen Stellung von Forschung und Lehre im öffentlichen Haushalt sagte.
Bei diesen, vergleichsweise einfachen, Themen blieb es nicht. Auch die Grenzöffnung zu Polen und die NPD-Problematik in Sachsen kamen zur Sprache. Zwischendurch hatte auch das Publikum immer wieder die Möglichkeit Fragen an die Regierungsvertreter zu stellen. Der NPD-Schwerpunkt gab dann auch den meisten Gesprächsbedarf - sowohl auf dem Podium, durch Fragen zur Strategie der CDU im Umgang mit der rechten Partei, deren Wahlergebnissen, als auch durch Nachfragen des Publikums.
Ohne Umstellungen und Pannen
Nach rund 50 Minuten war die Pressekonferenz schon wieder vorbei. Als die Besucher den Saal verlassen hatten, richtete der Landesvater schnell noch ein Grußwort für das diesjährige Medienforum aus.
Unerwartetes ereignete sich nicht. Die Medienkooperation war gelungen und professionell umgesetzt, sodass Pannen oder kurzfristige Umstellungen ausblieben. Eine erfolgreiche Veranstaltung für die Hochschule und die Studenten Mittweidas.
Ausführliche Analysen zu den einzelnen Themenschwerpunkten gibt es morgen bei medien-mittweida.de zu lesen. Außerdem gibt es am Montag um 7:20 Uhr, 8:50 Uhr und 16:40 Uhr bei 99drei Radio Mittweida Beiträge zu den Themen der Veranstaltung mit dem Ministerpräsidenten zu hören.
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