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Montag, 6. Oktober, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Toni Herrling

Interview zur Mittweidaer Hochschulmedien-Kooperation

"Nervosität gehört dazu"

Am 1. Oktober 2008 hatten die Hochschulmedien die Chance, Sachsens Ministerpräsidenten, Stanislaw Tillich, zu interviewen. medien-mittweida.de sprach mit dem Podiumsteilnehmer, Thomas Christmann, über seine Einschätzung der Veranstaltung.

medien-mittweida.de Chefredakteur Thomas Christmann

medien-mittweida.de Chefredakteur Thomas Christmann (rechts) mit seiner Vorgängerin Franziska Kremtz. (Foto: Michael Fuchs)

Thomas, wie sieht dein persönliches Fazit zur Podiumsdiskussion aus? Bist du zufrieden?

Insgesamt bin ich mit dem Verlauf zufrieden. Zwar haben nicht alle internen Absprachen funktioniert, aber das Publikum bekam davon nichts mit.

Warst du vor dem Treffen mit dem Ministerpräsidenten sehr nervös? Einen Gesprächspartner von solch großer Bedeutung hat man schließlich nicht jeden Tag vor sich.

Eine gewisse Nervosität gehört dazu. Das trägt, meines Erachtens, auch zu einem guten Gelingen bei. Und das beste Mittel gegen Lampenfieber ist eine gute Vorbereitung.

Gab es aus zeitlichen Gründen Themen oder Fragen, die ihr nicht mehr stellen konntet?

Die gab es. So konnten wir beispielsweise nichts über Stanislaw Tillich selbst erfahren – wie unterscheidet sich seine Politik zu der vom Vorgänger Georg Milbradt? Auch die Landtagswahl 2009 wurde nur kurz angeschnitten. Speziell bei den Themen NPD und Grenzöffnung haben sich für mich aus dem Gespräch heraus weitere Fragen ergeben. Aber die verfügbare Zeit für jeden Themenkomplex von durchschnittlich sieben Minuten ließ das leider nicht zu.

Wie schätzt du eure journalistische Leistung im Nachhinein ein? Wart ihr kritisch genug oder hättet ihr nachhaken sollen?

An kritischen Fragen fehlte es sicher nicht, aber an der Zeit, um noch einmal nachhaken zu können.

Auch das Publikum bekam auf dem Podium die Möglichkeit, Fragen an den sächsischen Regierungschef zu stellen. War das geplant oder eine Idee von Herrn Tillich?

Weder noch. Aber bei Pressekonferenzen ist das so üblich. Allerdings sitzen dann nur Journalisten im Raum.

Nach dem Duell der Bürgermeisterkandidaten war diese Pressekonferenz nun das zweite Gemeinschaftsprojekt aller Hochschulmedien. Wie lief die Zusammenarbeit?

Vorbereitung, Umsetzung und Durchführung liefen ohne große Schwierigkeiten. Und dass nicht alles reibungslos funktionierte, gehört bei Projekten dieses Ausmaßes dazu.

Sind weitere Gemeinschaftsprojekte mit Novum, 99drei Radio Mittweida und MW Digital geplant?

Ja. Für Anfang 2009 planen wir die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange einzuladen. Dann kommen vor allem die für Studenten relevanten Fragen, wie mögliche Studiengebühren, zur Ansprache. Denn, dass wir dieses Thema nicht mit dem Ministerpräsidenten behandelten, kritisierten einige Zuschauer. Aber die Einladung der Staatsministerin ist bislang nur eine Idee.

Vielen Dank für das Gespräch.



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