Von: Constantin Hirsch, Thomas Christmann

Stanislaw Tillich über die Gründe der Kreisgebietsreform
Verwaltungskosten einsparen
Seit mehr als zwei Monaten ist die Kreisgebiets-, Funktional- und Verwaltungsreform in Kraft. Zwar lief der Übergang nahezu reibungslos, dennoch gibt es weiterhin einige Streitpunkte.
Sachsens Ministerpräsident bekommt jeden Tag einen Wäschekorb voller Post. "Und darunter befinden sich wenige Briefe, dass ein Landkreis sein Geld nicht bekommen hat", sagte Stanislaw Tillich kürzlich in einer Pressekonferenz der Hochschule Mittweida, dessen O-Töne heute 99drei Radio Mitweida in einem Beitrag veröffentlichte.
Grund ist Bevölkerungsrückgang
Demnach sei die Kreisgebiets-, Funktional- und Verwaltungsreform, so der offizielle Name, nach rund zweimonatigem Bestehen weitestgehend gut angelaufen. Grund ist der Bevölkerungsrückgang von 5 Millionen 1990 auf derzeit 4,3 Millionen Einwohner. Nach der ursprünglichen Bevölkerungszahl von vor 18 Jahren wurde die sächsische Verwaltung aufgebaut. Inzwischen ist die Grundlage entzogen, was eine Neuordnung notwendig machte.
Ziel der Reform ist es somit, Verwaltungskosten einzusparen. Doch für die Umgestaltung der Landkreise ist viel Geld ausgegeben worden. Des Weiteren gibt es noch einige Streitpunkte wie beim Thema KFZ-Kennzeichen. "Wenn die Reform aber 2019 vollständig greift, werden wir rund 165 Millionen Euro einsparen", ist sich der Ministerpräsident sicher. Dabei könnte der Spareffekt auch durchaus eher eintreten. Denn die Landkreise entscheiden, ob sie Stellen in der Verwaltung neu besetzen oder nicht.
Radiobeitrag von 99drei Radio Mittweida:
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