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Donnerstag, 22. Januar, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Toni Herrling

Campus-Serie: "Hochschule mit Leidenschaft"

Ein Mathe-Ass auf Achse

Vielen Studenten ist Diplom-Mathematiker Bernd Fischer nur aus den Vorlesungen und Seminaren bekannt. Doch hinter dem sympathischen Dozenten steckt eine wahre Sportskanone, der nach Feierabend auf sächsischen Mountainbike-Pisten unterwegs ist.

Dipl.-Math. Bernd Fischer

Dipl.-Math. Bernd Fischer in Aktion (Foto: privat, Montage: Alexander Haase)

Für nicht wenige Studenten ist das Fach Mathematik mehr ein Gräuel als eine Freude. Umso erfreulicher, wenn die Stoffvermittlung durch Scherze und Anekdoten aufgelockert wird. Diplom-Mathematiker Bernd Fischer gehört zu dieser Art Dozenten, die ihren Unterricht gern etwas lockerer und damit für den Studenten angenehmer gestalten. Auch aus diesem Grund ist er bei den Lernenden beliebt.

Der perfekte Job

Die Zusammenarbeit mit seinen Studenten ist Fischer sehr wichtig und motiviert ihn jeden Tag aufs Neue. Gerade aufgrund des durchweg guten Verhältnisses zu seinen Schützlingen hängt der Mathematiker sehr an seinem Beruf. "Ich würde für kein Geld der Welt und keinen anderen Job meine Tätigkeit an der Hochschule aufgeben", sagt er.

Nach dem Abschluss des Abiturs im Jahre 1974 begann der künftige Dozent ein Lehrerstudium für Mathe und Physik an der Universität Leipzig, bei der er anschließend als Assistent weiterarbeitete. Nach Erwerb des akademischen Grades "Diplom-Mathematiker" wechselte Fischer 1983 schließlich an die Hochschule Mittweida. Nach der Wende spezialisierte er sich auf Statistik und Risikotheorie und begann als Dozent Vorlesungen zu halten. Nebenbei berät er unter anderem Ärzte bei statistischen Fragen.

Ein intensives Hobby

Bei diesen verantwortungsvollen und zeitintensiven Aufgaben ist ein ausgleichendes Hobby sehr wichtig. Bernd Fischer findet das im Sport. "Dieser Ausgleich ist sehr wichtig, um auf andere Gedanken zu kommen und einfach mal abzuschalten", erklärt er. Angefangen hat seine sportliche Karriere mit Basket- und Volleyball, allerdings waren ihm die Verletzungsrisiken ab einem gewissen Zeitpunkt zu hoch. Daher wechselte er zum Fahrrad. Anfangs nur auf der Straße, schnell aber auch mit dem Mountainbike im Gelände.

Mit der Familie oder Freunden ist Bernd Fischer so oft wie möglich auf dem Drahtesel unterwegs. Besonders beliebt bei ihm sind Touren im Zschopautal und im Erzgebirge. Aber auch für den Weg zur Hochschule nutzt der Mathematiker am liebsten das Fahrrad, um vor der Arbeit noch einmal den Kopf frei zu bekommen. Darüber hinaus organisiert Fischer auch selbst mehrtägige Radausflüge, wie die vorjährige "Mittelsachsenrundfahrt", zu der Teilnehmer aus verschiedenen Bundesländern anreisten.

Von Mountainbikes und Langhanteln

In den winterlichen Monaten bleibt das Fahrrad natürlich öfter im Keller, hindert den Dozenten aber nicht an der Auslebung seines Hobbys. Im Fitnessstudio hat Fischer vor allem Gefallen am Bodypump gefunden, einem intensiven Kräftigungstraining mit Langhanteln. "Gerade wenn man vor umfangreicheren mathematischen Problemen steht, kann man oft keine Pausen machen und sitzt stundenlang am Schreibtisch. Da ist der Sport die beste Möglichkeit, Stress abzubauen und wieder runter zu kommen", ist er sich sicher.

Vor allem im Urlaub steht dann die körperliche Betätigung in der freien Natur auf dem Programm. Neben dem Fahrradfahren ist auch das Wandern bei ihm sehr beliebt. Ein großes Ziel hat sich Fischer für die kommenden Jahre gesteckt: "Einen Alpen-Track möchte ich unbedingt noch machen. Die Herausforderung mit dem Fahrrad die Alpen zu bezwingen, reizt mich sehr."



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