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Sonntag, 15. März, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Philipp Girrger

Themenwoche: Leipziger Buchmesse 2009

Erfolgreicher Abschluss

Die Leipziger Buchmesse schließt ihre Tore mit einer guten Bilanz. Große Messen mussten schlechte Zahlen veröffentlichen, in der sächsischen Messestadt verkündeten die Veranstalter hohe Besucherzahlen – dagegen jedoch gesunkene Ausstellerzahlen und weniger Teilnehmerländer.

Themenwoche Buchmesse 2009

Die Buchmesse geht nach vier Tagen Trubel zuende. (Grafik: Alexander Haase)

In diesem Jahr wandelten 147 000 Besucher durch über das Ausstellungsgelände, dass bedeutet eine Steigerung von 14 Prozent zum Vorjahr. 43 000 Fachbesucher und rund 2 900 Journalisten hatten sich zwischen die Massen gemischt. 2008 hatten rund 129 000 Menschen die Buchausstellung besucht. Das  Fazit ist hingegen leicht getrübt: 210 Aussteller weniger als im Jahr zuvor und nicht mehr 39, sondern 38 Partnerländer. Dafür wuchs die Ausstellungsfläche um 2 000 auf 65 000 Quadratmeter. Auch das Rahmenprogramm blieb mit rund 1 900 Veranstaltungen stabil.

Buchpreise

In diesem Jahr hatte es auch die Jury des "Preis der Leipziger Buchmesse" nicht leicht sich zu entscheiden. Zum fünften Mal verliehen sie im Rahmen der Messe den begehrten Buchpreis. Seit Jahren liegt die Anzahl der Einsendungen konstant bei über 700 Büchern. Dieses Jahr kletterte sie auf 760 Bücher – immerhin zehn literarische Werke mehr als im Vorjahr.

Wie immer war die Jury hochkarätig besetzt. So entschieden in diesem Jahr über das Wohl und Wehe der Autoren die Preisrichter: Ulrich Greiner, DIE ZEIT, Michael Hametner, MDR, Dr. Uwe Justus Wenzel, NZZ, Dr. Ina Hartwig, Frankfurter Rundschau, Elmar Krekeler, Die Welt, Kristina Maidt-Zinke, Süddeutsche Zeitung, und Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

In der Glashalle der Leipziger Buchmesse freuten sich mehr als 1 500 Besucher über die Auszeichnung von Sibylle Lewitscharoff, die mit ihrem Werk "Apostoloff" triumphierte. Das Buch sei das "souveräne, manchmal lüsterne und immer reiche Spiel einer Sprachkünstlerin," so die Begründung der Juroren. Weil sein Sachbuch "in aufklärerischer Absicht, aber in dem Bewusstsein, dass es Politik, die gänzlich ohne Mythen oder Grosserzählungen auskäme, wohl nie geben wird," geschrieben sei, erhielt der Politikwissenschaftler Herfried Münkler, den Preis in der Kategorie Sachbuch/Essayistik für "Die Deutschen und ihre Mythen". Zudem setzte sich Eike Schönfeld mit seiner Übersetzung des Buchs "Humboldts Vermächtnis" von Saul Bellow durch, in der Kategorie "Übersetzung".

Rahmenprogramm

Nicht nur die seit 1991 bestehende Veranstaltungsreihe "Leipzig liest" stand in diesem Jahr im Terminkalender der Messebesucher, nachdem sie das eigentliche Gelände verlassen hatten. Zum zweiten Mal lud beispielsweise der MDR am 14. März um 18 Uhr ins Neue Rathaus zur "LitPop". Unter anderen stellte Sarah Kuttner dort ihr Buch "Mängelexemplar" vor. Die "Lange Leipziger Lesenacht", eine Lesereihe mit jungen Autoren in der Moritzbastei, war für das anvisierte Publikum ohnehin ausverkauft.

Vorher hatten die Interessenten unter Umständen sogar den ersten "Karrieretag Buch + Medien" besucht. Dabei stellten Führungskräfte aus Verlagen und Buchhandel Berufsbilder, Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten in der Branche vor. Messe-Direktor Oliver Zille bilanziert: "Mit dem Karrieretag haben wir bildungspolitisch Akzente gesetzt".

Auch im Netz gab es Neues. Unter buchmesseBLOG.de können Interessierte, dank einer Kooperation zwischen arte und MDR, jederzeit Aktuelles zur Messe durch- oder nachlesen.



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