Von: Melanie Siegel
Was ist die Novum?
„Novum“ – Die Wochenzeitung
Ein Bericht von der Medienstudentin Judith Grajewski, welcher in der Zeitung „MAKING.OF“ an der Hochschule Mittweida veröffentlicht wurde, beschreibt was die Novum ist:
Recherchieren, fotografieren, texten, drucken und vertreiben. Medienstudenten produzieren regelmäßig „Novum“, die Wochenzeitung für Mittweida und Umgebung.
Nicht nur für Studenten soll sie sein, die „Novum“, auch und vor allen Dingen für die Mittweidaer selbst; schließlich haben sich die Macher den Titel „Jeden Mittwoch für Mittweida“ auf ihre (Korrektur-)Fahnen geschrieben. Da heißt es für die Studenten, am Puls der mittelsächsischen Kleinstadt zu sein und Themen zu finden, die die Einwohner interessieren – eben wie bei einer erfolgreichen Lokalzeitung.
Mittwoch, 13 Uhr, Redaktionskonferenz. Die Themen der nächsten Ausgabe werden diskutiert. Eine brennende Mülltonne auf dem Supermarktparkplatz, die Autoknackergeschichte oder ein Hochschulthema? Die Titelgeschichte ist schnell gefunden, schließlich werden in Mittweida nicht jeden Tag Dutzende Autos aufgebrochen. Auch für die Rubriken wie Politik, Kultur und Sport kommen reichlich Vorschläge zusammen. Ob mit dem Internet, der Bibliothek oder über Ansprechpartner aus der Wirtschaft, die Nachwuchsjournalisten recherchieren in den folgenden Tagen nach professionellem Vorbild.
Montag, 12 Uhr. Die Studenten tippen ihre Texte in das Redaktionssystem „Redline“. Danach wird redigiert, auf Länge gebracht, was zu kurz ist oder Überhang hat und Ausdrucksfehler werden „glatt gebügelt“. Journalistische Tipps und Tricks erhalten die Redakteure dabei von Professor Dr. Andreas Wrobel-Leipold, dem wissenschaftlichen Leiter des Projektes „Novum“.
16 Uhr. Die Meldung eines Brandes im Wohnheim unterbricht den Arbeitsfluss. Jetzt heißt es schnell reagieren, einen verantwortlichen Journalisten zum Ort des Geschehens schicken, den Fotografen anzurufen, die Seiten umzuspiegeln und einen aktuellen Bericht zu schreiben.
Auch die Akquise von Anzeigenkunden gehört zur Arbeit der Novumredaktion. „Entweder stiften die Firmen Preise für Gewinnspiele oder sie zahlen einen Betrag“, erklärt die Anzeigenchefin. Der Vertrieb ist extra organisiert. Dazu wird Mittweida in Distributionsgebiete eingeteilt und je ein Verantwortlicher bestimmt, der sich darum kümmert, dass die „Novum“ in den Geschäften und öffentlichen Einrichtungen der Stadt verteilt wird.
17 Uhr. Deadline für die Texte. Jetzt gehen die Layouter an die Arbeit: Überschriften passend machen, Bilder skalieren und Trennlinien setzen. Eine Zeitung zu produzieren, heißt eben mehr als nur zu schreiben.
Dienstag, 13 Uhr werden schließlich die Korrekturfahnen der Seiten vom wissenschaftlichen Leiter und vom Dekan des Fachbereichs Medien, Prof. Ludwig Hilmer, freigegeben. Dann kann der Druck auf der neuen Vierfarb-Offsetmaschine starten. Platten belichten, drucken, falzen, zusammentragen – selbst die Produktion der zwölfseitigen Zeitung liegt in den Händen der Medienstudenten.
Mittwoch, 11 Uhr. Ob in der Mensa, der Stadtbibliothek oder im Dönerladen. Überall in Mittweida gibt’s die druckfrische „Novum“. Und schon am selben Nachmittag beginnen die Vorbereitungen für die nächste Ausgabe. Das ist laufende Zeitungsproduktion – und Bestandteil des Medienstudiums in Mittweida.
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