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Montag, 4. Mai, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Erik Hilse

Medientreffpunkt Mitteldeutschland startet heute

Computermaus statt Fernbedienung

Unter dem Motto "09 – Verändern und Verantworten" startet heute der Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig. In über 50 Diskussionsrunden mit mehr als 200 Referenten geht es unter anderem um Video on Demand – Fernsehen per Internet.

Video on Demand – Bei so vielen Anbietern fällt die Auswahl schwer.

Video on Demand – Bei so vielen Anbietern fällt die Auswahl schwer. (Bild: Erik Hilse)

Die Zeiten, als die Lieblingsserie nur zu einem bestimmten Tag zu einer festen Uhrzeit im TV lief, scheinen endgültig vorbei zu sein. Mit Hilfe des Internets und Video on Demand ist es möglich, jederzeit eine beliebige Serie zu schauen, unabhängig von Ort und Zeit. Hier kann der Nutzer das Filmmaterial von Videoplattformen herunterladen oder als Stream ansehen.

Es wird zwischen kostenfreien und kostenpflichtigen Angeboten unterschieden. Bei letzteren wählt der Nutzer zwischen einem Abonnement, zum Beispiel für eine bestimmte Serie oder ein Paket von Filmen des gleichen Genres, und dem Einzelabruf. Hier ist der Zugang zu bezahltem Material oft auf 24 Stunden beschränkt, gezahlt wird beispielsweise per Premium-SMS oder per Telefonanruf. Beim Abo ist der Zugriff für dessen Dauer, meist einen Monat lang, unbeschränkt oft möglich. Die Bezahlung erfolgt hier in der Regel per Lastschrift. Oftmals werden die Videos als Streams angeboten, die Möglichkeit des Downloads ist nicht sehr weit verbreitet.

Der Fernsehsender RTL schafft beispielsweise mit seinem Portal RTLnow.de die Möglichkeit, dass Zuschauer die ausgestrahlten Sendungen zu einem späteren Zeitpunkt erneut anschauen können, meist kostenfrei und mit nur einem kleinen Werbefilm zu Beginn. Gelegentlich wird auch das laufende Video für nur einen Spot unterbrochen. Als Extra gibt es das sogenannte "Pre-TV", bei dem ausgewählte Folgen von bestimmten Serien schon 24 Stunden vor TV-Ausstrahlung angeschaut werden können, allerdings nicht kostenfrei.

Auch die virtuelle Videothek Maxdome bietet Serien und Magazine privater und öffentlich-rechtlicher Sender an. Darüber hinaus gibt es auch Spielfilme und Dokumentationen, sowie Live-Übertragungen von Sportereignissen.

Im Web 2.0-Zeitalter wird sich Video on Demand immer mehr ausbreiten. Zum einen ist es für die Konsumenten bequemer, zum anderen für die Anbieter eine gute Möglichkeit, Geld zu verdienen. Eine große Herausforderung auch für die Werbewirtschaft, denn der Kampf um den Zuschauer findet mehr und mehr im Internet als vor dem heimischen TV-Gerät statt.



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