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Freitag, 8. Mai, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Erik Hilse

YouTube-Video wirbt für sächsische Hochschul-Kampagne

Durch die Tapete nach Sachsen

Ein ominöses Video im Internet sorgt für Verwirrung. Zu sehen ist eine Tapete, auf der ein richtiger Film läuft. Eine Diskussion um deren tatsächliche Existenz war die Folge. Inzwischen ist klar, dass das sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst dahinter steckt.

Die Kampagne "Pack dein Studium. Am besten in Sachsen."

Die Kampagne "Pack dein Studium. Am besten in Sachsen." (Quelle: SMWK)

Auf der vor allem unter Jugendlichen beliebten Videoplattform YouTube geistert seit einigen Wochen ein scheinbar amateurhaftes Video umher. Ein WG-Bewohner hockt vor dem Fernseher, als seine Mitbewohner nach Hause kommen und beginnen, eine Art Tapete an die Wand zu pinnen. Einige Sekunden später läuft ein Fußballspiel auf dieser Tapete, wie auf einem richtigen Fernseher. Einige YouTube-Nutzer fragten sich, ob so etwas in unserer heutigen Zeit schon funktionieren kann. Relativ schnell festigte sich die Meinung, dass es sich um einen Fake handelt.

Videotapete ist bald keine Zukunftsmusik mehr

Hinter dem Video steckt eine Imagekampagne des sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, die zum studieren in Sachsen animieren soll. Die Tapete gibt es in dieser Form natürlich noch nicht. In Dresden wird aber bereits an sogenannten OLED-Tapeten geforscht. Die Kampagne existiert bereits seit 2006 und hat sich jetzt durch die Aktion mit dem Video erneut ins Gespräch gebracht.

Potenzial aus Mittweida

Produziert wurde der Clip sowie das Making-Of von drei ehemaligen Medienstudenten der Hochschule Mittweida, die sich mit der Kommunikationsagentur Hivex selbständig gemacht haben. Web Director Tino Kreßner sagte gegenüber medien-mittweida.de: "Es war wichtig zu zeigen, dass solch eine Kampagne nicht von einer großen, etablierten Agentur realisiert wurde, sondern selbst von Absolventen einer Hochschule aus Sachsen. Mittweida war für uns eine optimale Vorbereitung, solch ein Projekt zu realisieren."

Eine Schwierigkeit war es, den Spot so amateurhaft wie möglich aussehen zu lassen. Es durfte nicht ersichtlich sein, dass hier eine professionelle Produktionsfirma am Werk war. Bleibt abzuwarten, wie erfolgreich die Kampagne sein wird. Tino Kreßner: "Ich rate allen Studenten, viele Projekte umzusetzen und sich auch abseits von vorgegeben Hochschulprojekten mal im Team zusammen zu finden und eigene Projekte zu realisieren."



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