Von: Marion Uhlendorff
Bundesweiter Bildungsstreik
Privileg Studium
Schüler und Studenten demonstrieren für die Abschaffung der Studiengebühren, Änderung des Bachelor- und Mastersystems und die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems. In vielen Universitäten setzten deshalb Vorlesungen aus.
Insgesamt ist die Beschwerdeliste lang. Die Demonstranten bemängeln vor allem die schlechten Lernbedingungen, die zu großen Schulklassen, die zu kurze Schulzeit von zwölf Jahren beim "Turbo-Abi", sowie die chronische Geldknappheit. Die Demonstrationen dauern noch bis Ende der Woche an.
Organisator des bundesweiten Bildungsstreiks und Student Martin Schmalzbauer betonte gegenüber dem Deutschlandfunk, wenn der Bundestag über Nacht 480 Milliarden Euro für Bankenrettungspakete beschließen kann, so müsste auch Geld für Kindergärten, Schulen und Universitäten zur Verfügung stehen. Damit müssten keine Studiengebühren gezahlt werden und der Erhalt von Ausbildungsförderung (BAföG) sei für alle möglich.
Auch Julia Süß, Jura-Studentin der Universität Leipzig, verdeutlich gegenüber medien-mittweida.de ihre Meinung: "Nach Ansicht der Bildungsämter sollen Studenten von etwas mehr als 640 Euro im Monat leben. Wie bitte schön, soll man von dem bisschen auch noch Studiengebühren von 500 Euro zahlen? Ich selbst studiere in Leipzig, hier gibt es keine Studiengebühren, aber mir sind selbst die 90 Euro Verwaltungsgebühr am Anfang jedes Semesters schon zu viel. Studieren sollte kein Privileg, sondern für alle gleichermaßen möglich sein. Zunehmend scheint jedoch nur den besser gestellten Studenten beziehungsweise Studenten mit wohlhabenden Eltern das Studieren möglich."
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