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Donnerstag, 27. Juli, Alter: 6 Jahre » Zurück

Von: Tobias Lange

Staatsanwaltschaft nimmt rechtsextreme Kameradschaft ins Visier

Ermittlungen gegen „Sturm 34“

Insgesamt 27 Objekte wurden bei einer Razzia von mehr als 100 Beamten in Mittweida durchsucht. Grund für den Einsatz am Mittwochmorgen ist die rechtsextreme Kameradschaft „Sturm 34“, die von der Staatsanwaltschaft verdächtigt wird, eine Reihe von Gewalttaten verübt zu haben.

Ermittelt wird gegen 26 überwiegend junge Männer der Kameradschaft auch wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Der „Sturm 34“ soll sich dabei das Ziel gesetzt haben, Mittweida und Umgebung von politisch Andersdenkenden und Ausländern zu „befreien“. Einige der Verdächtigen sind der Staatsanwaltschaft Dresden bereits wegen einschlägiger Taten bekannt.
Die Konfiszierungen von Computern, Handys, Tonträgern, Schreckschusspistolen und anderen Gegenständen haben den Tatverdacht erhärtet. Nach einer Vernehmung seien die Verdächtigen aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

„Keine Aussicht auf Besserung“

Laut Oberstaatsanwalt Jürgen Schär handelte es sich bei dem Eingriff um den 15. Schlag gegen rechtsextreme Gruppen in Sachsen innerhalb der letzten fünf Jahre. Die Opferberatungsstelle AMAL sieht jedoch keine Besserung  in der Zahl rechtsextremer Gewalttaten. So gab es eine Steigerung der Übergriffe in Sachsen von 25% im Vergleich zum 1. Halbjahr 2005.
Musik dient dabei zunehmend als Transport- und Lockmittel der rechtsextremen Gruppen. Sowohl die Zahl der Konzerte als auch die der auftretenden Musikgruppen in diesem Milieu steigt erheblich.



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