Von: Tom Haunstein

Dreizehnte Ausgabe der Mediencouch online
Neuartige Filmvermarktung und Boulevardisierung
Die dreizehnte Ausgabe der Mediencouch beschäftigt sich mit neuartigen Vermarktungsformen von Filmen am Beispiel der Komödie "Video Kings". Des Weiteren geht es um das zunehmende Interesse der Presse an Boulevard statt Politik.
Denkt man daran dass nur einer von zehn Hollywoodkinofilmen seine Kosten durch die Aufführung wieder einspielt, erkennt man dass eine großflächige Filmvermarktung notwendig ist. Vor allem deutsche Filme haben schwer sich vor Kinostart in den Köpfen der Leute festzusetzten.
Winnie und Stefan hatten den deutschen Produzenten Ali Eckert im Gespräch, dem das Problem nicht unbekannt ist. So nahm er die Vermarktung seines am neunten September erscheinenden Filmes "Video Kings" mit Hilfe neuer Medien selbst in die Hand. Nicht zuletzt um Kosten zu sparen.
Natürlich wurden auch klassische Vermarktungsmethoden wie Anzeigen, Trailer und Plakatwerbung genutzt, jedoch setzte Eckert auch auf Internetplattformen wie „Youtube“ und "Myspace". Bei "Myspace" beispielsweise liegt der Vorteil darin, dass die Filmhauptfiguren ihre eigenen Profile besitzen und somit jeder diese Seiten anklicken kann.
Weitere Unterstützung fand Ali Eckert mit einer Band, welche am Soundtrack beteiligt war. Auf deren Tour wurde in den Pausen der Trailer des Filmes auf Leinwand präsentiert.
Zunehmende Boulevardisierung der Presse
Diesem Problem widmet sich Georg Ruhrmann, Kommunikationswissenschaftler und Professor an der Universität Jena im Auftrag der "Journalistenvereinigung Netzwerkrecherche e.V.". Dieser Verein bildet eine Lobby für vernachlässigten investigativen Journalismus und setzt sich das Ziel der Aus- und Fortbildung im Bereich Recherche.
Der Professor beklagt, dass bei Nachrichten im Fernsehen nicht oft nach journalistischen Kriterien ausgewählt wird. Meist haben Nachrichten ohne Bilder kaum Chance auf Veröffentlichung. So entstehen meist Nachrichten, die Zuschauer bewegen, jedoch nicht unbedingt wichtig sind.
Logischerweise bestimmt die Nachfrage das Angebot, und der Kunde bestimmt die Einschaltquoten. Doch dadurch entsteht eine zunehmende Verdrängung der politischen Themen, so die festegestellte Tendenz.
In der Rubrik "Lipgloss" berichtet Philip Niels Neumeyer von seinem aufregenden Trip nach Guantanamo Bay. Wie unglücklich ein Meerschwein in eine Beziehungskrise verwickelt sein kann, hört Ihr in "Mario’s Stille Post".
Mediencouch anhören:
» Zurück
- Links:






"...ganz schön eng so ein MP3-Player",... Ich habe gerade so was von gelacht, danke Philip.