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Donnerstag, 10. Januar, Alter: 4 Jahre » Zurück

Von: Maria Horschig

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Studium im Ausland - Teil 8: Irland

Tolle Landschaft, Gelassenheit und Bier

Im achten Teil unserer Serie stellen wir Irland vor. Das Besondere an der "Grünen Insel" sind Natur und Landschaft. In Sligo befindet sich die einzige Partnerhochschule des Landes. Das Auslandsstudium beginnt im Herbst und läuft über zwei Semester.

Der Auslandskoffer mit dem Sticker von Irland.

Für das Studium in Irland wichtig: Kontaktoffenheit (Foto: Felix Birkner)
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"Irland ist für mich ein kurioses, liebenswürdiges Land mit ebenso kuriosen, wie liebenswürdigen Bewohnern", sagt Alexander Brendel. Er ist Medienmanager und war von September 2006 bis Juni 2007 Austauschstudent am Institute of Technology (IT) in Sligo.

Das IT Sligo im nordwestlichen Teil Irlands ist die einzige Hochschule, mit der die FH Mittweida eine Kooperation in Irland betreibt. Der Studiengang International Marketing richte sich eher an Studenten der Betriebswirtschaft als an Medienstudenten, meint Alexander. Auch Europa und Weltwirtschaft werden behandelt. Mit ausreichenden Vorleistungen können Studierende in Irland einen eigenständigen Abschluss erreichen, so dass Alexander zum Beispiel nach seinem Aufenthalt einen Bachelorabschluss in der Tasche hatte.

"In Irland haben wir vier Plätze für jeweils neun Monate", informiert Marion Dienerowitz, Studentenbetreuerin im Auslandsamt der Hochschule Mittweida. Das Austauschstudium geht über zwei Semester und beginnt im Herbst.

Verschultes Studiensystem

"Das Studium selbst erinnerte mich stark an meine Schulzeit", erinnert sich der Medienmanager: ein klarer Stundenplan, oftmals Frontalunterricht mit jungen Lehrern, regulärer Vorlesungsbeginn 8 Uhr, Freistunden habe es nur selten gegeben. Der Stoff ist nach Alexanders Einschätzung "alles in allem gut zu bewältigen."

Zu einheimischen Studenten hatte er währenddessen wenig Kontakt. In den Kursen sitze man überwiegend mit Austauschstudenten. Sein Tipp: Die Teilnahme an Sportgruppen, die aktive Mitarbeit in einer der zahlreichen Vereinigungen oder einen Nebenjob ausüben. Der Kontakt mit irischen Kommilitonen beschränkt sich auch bei Danuta Baberowski, die derzeit in Sligo studiert, auf die Vorlesungen, Projekte und verschiedene Anlässe.

Tutoren, die den Neuankömmlingen etwas unter die Arme greifen, habe es nicht am IT Sligo gegeben. "Es gab zwar zwei Einführungswochen mit einem Englischkurs und Rundgängen durch die Uni und die Stadt, aber richtige Tutoren wurden uns nicht zur Seite gestellt", erzählt Carolin Schneider, die ebenfalls zur Zeit ein Auslandsstudium in Sligo absolviert. "Es gibt eine Mitarbeiterin, an die sich internationale Studenten mit ihren Fragen wenden können. Außerdem wurden uns spezielle Informationen zur Verfügung gestellt", informiert Danuta. Die größte Hilfe bei praktischen Problemen waren für sie allerdings Mittweidaer Studenten, die bereits einmal in Sligo waren.

Hohe Lebenshaltungskosten

Irland ist teurer als Deutschland. "Nach Erfahrung von Studierenden ist von einer Orientierungssumme von zirka 1 000 Euro monatlich auszugehen", informiert der Deutsche Akademische Austauschdienst. Davon sind ungefähr 300 Euro für die Unterkunft einzuplanen. Wohnmöglichkeiten gibt es laut Education Ireland in Privatunterkünften, auf dem Campus oder als Untermieter bei Privatpersonen. Links dazu gibt es auf der Website des IT Sligo oder auf Anfrage bei den zuständigen Mitarbeitern der Partnerhochschule.
 
Sligo hat rund 20 000 Einwohner. Der größte Supermarkt hat rund um die Uhr, sieben Tage die Woche offen. Die Supermärkte bieten neben deutschen Waren auch irische Spezialitäten. In seiner Freizeit kann man ins Kino gehen, wandern oder Sport treiben. "Eine Vielzahl sportlicher Aktivitäten werden vom Institute of Technology gesponsert, wie zum Beispiel Golf, Wanderausflüge oder Fußball", sagt Michael Hahn, Wirtschaftsingenieurstudent an der Fachhochschule Neu-Ulm.

Alexander schätzt die Iren als gelassenes Völkchen ein. "Sie nehmen die Dinge, wie sie kommen", meint er. Das Tragen von Jogginghosen oder der gedankenlose Umgang mit Müll und Chemikalien seien nichts Unnormales auf der "Grünen Insel."

Alle drei Mittweidaer Studenten schwärmen von einer tollen Landschaft: "Ich habe auch zwischendurch richtig Urlaub gemacht, um das Land zu erkunden. Dabei habe ich Kirchen, Klöster und Burgruinen besucht, die alle einem Bilderbuch entsprungen schienen", sagt Alexander abschließend.



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