Von: Anja Brete
Hilfe für ausländische Studenten an der Hochschule Mittweida
Kostenfalle Deutschland
Andere Länder andere Sitten. Dies gilt auch für ausländische Studenten, die in Mittweida studieren. Doch vielmehr als mit Sitten und Gebräuchen haben Austauschstudenten mit hohen Stromkosten, versteckten Werbe- und Aboangeboten und Gewinnspielen Probleme.
In vielen Fällen tauschen Studenten während des Auslandssemesters zum ersten mal das Zimmer bei den Eltern gegen einem Wohnheimplatz. Sie sorgen selbstständig für sich und müssen Rechnungen bezahlen. Der Standort Mittweida zeichnet sich durch eine umfassende Studentenbetreuung aus. Die Mitarbeiter der Hochschule helfen auch bei Alltagsproblemen und dem Ausfüllen von Formularen. Dennoch gilt es, Kostenfallen zu vermeiden.
Strom- und Energieverbrauch überprüfen
Um mit den Verwandten regelmäßig Kontakt zu halten, wird meist das Internet genutzt. Doch genau dies kann teuer werden. Die Stromkosten sind in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern sehr hoch. Ist dann der Laptop oder andere Elektrogeräte den gesamten Tag in Betrieb, schlägt sich dies auf der Stromrechnung nieder. In den seltensten Fällen ist dann die Stromabrechnung des Vertreibers falsch ausgestellt worden. Strom- und Energieverbrauch sollten überprüft und eventuell mit anderen Anbietern verglichen werden. Auch der Internetanschluss ist nicht immer an einen Anbieter gebunden.
Eine weitere Besonderheit in Deutschland sind die Rundfunkgebühren. Sobald Radio, Fernseher oder auch Laptop bereitgestellt werden, müssen diese angemeldet und Gebühren bezahlt werden. Dies gilt für jeweils ein Gerät. Ist also bereits ein Radio und ein Fernseher angemeldet muss für weitere Geräte sowie dem Laptop nicht extra gezahlt werden. Derzeit belaufen sich die monatlichen Rundfunkgebühren für Radios auf 5,52 Euro und für Fernsehgeräte auf 17,03 Euro.
Nie voreilig unterschreiben
Auch außerhalb des Wohnheims lauern Kostenfallen. Auf Marktplätzen oder in Supermärkten wird Werbung für Zeitschriftenabos, Gewinnspiele und vieles mehr betrieben. Selbst Einheimische können sich dem kaum entziehen und lassen sich hin und wieder zu einer Unterschrift überreden. In den meisten Fällen muss anschließend Geld bezahlt werden. Darum sollten keine Formulare unterschrieben werden, die unverständlich sind oder nicht von mindestens einer zweiten Person gelesen wurden.
In der Regel gibt es keine Telefone in den Wohnheimzimmern. Und Telefonzellen sind kaum noch zu finden. Doch einen Handyvertrag für ein Semester abzuschießen ist kaum möglich und meist zu kostenintensiv. Daher ist eine Handykarte, die immer wieder aufladbar ist, zu empfehlen.
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