Zu Favoriten hinzufügen


Dienstag, 12. Februar, Alter: 2 Jahre » Zurück

Von: Miriam Walther

63. Jahrestag der Bombenangriffe auf Dresden

Gedenkmarsch der Rechten

63 Jahre sind seit den Bombenangriffen der alliierten Truppen auf Dresden vergangen. Am 16. Februar 2008 wird von dem rechtsgesinnten Verein "Junge Landsmannschaft Ostdeutschland e.V." (JLO) eine Feier zum Gedenken an die Opfer veranstaltet.

Opfergedenktafel auf dem Annenfriedhof in der Dresdner Südvorstadt.

Opfergedenktafel auf dem Annenfriedhof in der Dresdner Südvorstadt. (Foto: wikipedia.de)

Am 16. Februar ehrt die rechte Organisation JLO die Opfer der Bombenangriffe mit einem Trauerumzug. Wie schon in den vergangenen Jahren gewährt die Stadt Dresden dazu einen Gedenkmarsch. Ein Fackelumzug ist geplant. Rund um die Frauenkirche jedoch hat die Stadt, aus Angst vor rechtsextremen Missbrauch und Zusammenstoß mit Gegendemonstranten, ein Demonstrationsverbot für den 13. und 14. Februar erlassen.

Werbung für Teilnahme 

Die sächsische Regierung plant derzeit eine Verschärfung des Versammlungsrechts. Der Gesetzesentwurf beinhaltet eine Ausweitung des Verbots auf die gesamte Dresdner Innenstadt.

In diesem Jahr rechnet der Verfassungsschutz mit einer deutlich höheren Teilnehmerzahl als noch im Vorjahr. 2007 haben sich 1 800 überwiegend rechtsextreme Personen beteiligt. Begründet wird diese Annahme damit, dass der Trauermarsch diesmal nicht unter der Woche stattfindet, sondern an einem Samstag. Die JLO wird maßgebend von der NPD unterstützt. Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes wirbt die rechtsextreme Szene landesweit für eine Teilnahme am Samstag. Auch die Linksorientierten haben ihr Augenmerk auf den Samstag gerichtet. Für die Demonstration gegen rechtes Gedankengut werden etwa 1 000 Teilnehmer erwartet.

medien-mittweida.de wird am 18. Februar über die Geschehnisse vor Ort berichten. 

Im Februar 1945 stand Dresden unter Beschuss 

Am Ende des Zweiten Weltkrieges beschossen die Royal Air Force und die United States Army Air Force den Großraum Dresden. Zwischen dem 13. und 15. Februar 1945 wurden die verheerendsten Angriffswellen auf Dresden geflogen. Bis Mitte 1944 war Dresden, als einzige deutsche Großstadt, verschont geblieben von alliierten Bombardements. Dies änderte sich im Februar 1945. Obwohl Dresden außerhalb des Kampfgebietes lag und es eigentlich keine kriegsnotwendigen Gründe für eine Zerstörungen gegeben hatte, erfolgten vier Bombardierungswellen.

Laut Historikeraussagen war dies lediglich eine gezielte Flächenbombardierungen, um die Moral der deutschen Zivilbevölkerung zu brechen. Die abgeworfenen Phosphorbomben waren weit zu sehen. "Sie sahen aus wie brennende Christbäume", so ein Zeitzeuge gegenüber medien-mittweida.de.

Dabei wurden nach Schätzungen zwischen 25 000 und 40 000 Menschen getötet und zahlreiche geschichtsträchtige Bauwerke zerstört. Unter anderem fiel die berühmte Dresdner Frauenkirche den Angriffen zum Opfer.



» Zurück


Felder mit einem * sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden.

Rechtlicher Hinweis:

Ihr Beitrag wird erst nach einer Freischaltung angezeigt. Wir sind dazu verpflichtet, Beiträge von außerhalb auf rechtliche Verstöße hin zu überprüfen, bevor sie veröffentlicht werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.


Samstag, 16-02-08 00:20 frank urbanek

Ich bin 35 jahre und kein Mitglied in einer Partei oder Organisation der rechten Szene.Allerdings würde der bruder meines Großvaters bei diesem sinnlosem Vernichtungsangriff getötet,er war 14 Jahre jung.Ich werde mich(zum ersten Mal) schon deshalb dem Gedenkmarsch der Rechten anschließen, und weil ich eine klare Stellungnahme der etablierten Parteien nicht erkennen kann.Sicherlich kann jeder argumentieren,das bei Bombenangriffen auf London und Coventry auch unschuldige ziviele Opfer zu verzeichnen waren.Da sollen doch die Politiker dort an den Gedenkveranstaltungen teilnehmen,aber davon hört ja auch keiner was.Die ständigen Einmischung der jüdischen Gemeinden in die Politik und das gesellschaftliche Zusammenleben trägt nicht zum vernünftigen Umgang miteinander bei.Etwas Zurückhaltung wäre da auch angebracht.Wir ermöglichen ihnen doch auch,durch Schaffung von Gedenk-,und Erinnerungstätten die Trauer und das Nichtvergessen der Vergangenheit.

Eine immerwährende Verknüpfung von Ereignissen,trägt nur zur Radikalisierung aller Gruppen bei.

Jeder sollte die Wahl haben,an welchem Ort er welchem Ereigniß gedenken möchte,ich kann mir nicht vorstellen,das eine Ausstellung über Kriegsverbrechen oder Vergehen der USA,Engländer oder Sowjets z.B in einem Konzentrationslager auf viel Vertändniß stoßen würde,und da gehört es auch nicht hin.Ebenso haben deutsche Kriegsverbrechen auf dem Dresdener Opfergedenkmarsch nichts zu suchen.
Solange dies immer wieder versucht wird,werden nochmehr Leute ohne politischen Hintergrund sich diesem Protest anschließen.Mfg Frank

Donnerstag, 14-02-08 00:53 Anna-Sophie Naumann

Den Opfern zu gedenken, ist gut und richtig. Dennoch sollte man bei allem nicht vergessen, wem es zu verdanken war, dass jene Menschen gestorben sind. Anstatt auf diese heuchlerische Weise mit ihrer uneinsichtigen Arroganz erneut ein Exempel zu statuieren könnten die rechtsgesinnten "Trauergäste" gleich auf den Gräbern der Opfer tanzen, das enstspräche eher dem Charakter einer Neonazi-"Gedenkveranstaltung!"
Ich bin entsetzt, dass dies geduldet wird. Dennoch erfüllt die Gewissheit der Unantastbarkeit der Gesetzesartikel 20 und 79 mit Sicherheit alle normal und weniger antiquiert denkenden Menschen unseres Landes mit Freude und Zuversicht.

Footer