Von: Yvonne Langner
Campusgesichter: Friedemann Schreiter
In Bewegung bleiben
Es gibt Menschen, die können nicht seelenruhig abwarten, bis etwas passiert. Sie wollen selbst bei jeder Gelegenheit aktiv werden. Zu diesen gehört auch der Medienstudent Friedemann Schreiter. Auf medien-mittweida.de berichtet er von seinen Interessen, Projekten und Zukunftsplänen.
Mitte März trafen sich im "Studio B" der Hochschule Mittweida 17 Studenten, um ihre Verhandlungsfähigkeit und Kommunikation zu verbessern. Das Seminar "Erfolgreiche Verhandlungsführung" organisierte Medienstudent Friedemann Schreiter im Rahmen seiner Initiative "Visionaris". "Diese beschäftigt sich mit der Bildungsarbeit für Studenten. Aber das betreibe ich ganz locker in meiner Freizeit. Das ist kein großes Projekt", sagt der 22-Jährige bescheiden und fügt hinzu: "Ich organisiere solche Sachen, weil mich die Themen interessieren und so andere auch etwas davon haben".
Nach dem Abitur und dem Freiwilligen Sozialen Jahr in einem Kindergarten, begann der gebürtige Dresdner im Sommer 2006 das Medienmanagement-Studium an der Hochschule Mittweida. Doch nur studieren reicht ihm nicht aus, und so betätigt sich Friedemann inner- und außerhalb der Hochschule in verschiedenen Bereichen.
Zeitmanagement ist alles
Neben der Bildung liegt Schreiter ein weiteres Thema besonders am Herzen - die Wirtschaft. Als Hilfskraft am Lehrstuhl "Internationales Management" erhält der Medienstudent Einblicke in den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Dort verrichte er typische Assistententätigkeiten. "Ich habe auch die Chance bekommen, ein Hochschulprojekt zwischen den Fachbereichen Medien und Wirtschaftswissenschaften im Bereich Managementliteratur zu unterstützen", erklärt der Wahl-Mittweidaer mit Stolz. Dabei handelt es sich, unter dem Namen Managerhandbuch, um Nachschlagewerke, die über Märkte ausgewählter Länder und deren Potentiale informieren. Bereits zwei Ausgaben über Kasachstan und die Philippinen sind erschienen, eine dritte über Vietnam ist bereits in Planung. Ganz um die Wirtschaft sollen sich auch zwei weitere, von ihm geplante Veranstaltungen, drehen. Das kürzlich von ihm initiierte Seminar liegt erst ein paar Tage zurück, doch schon spuken dem Studenten wieder neue Ideen im Kopf herum. "Es wird um Grundeinkommen und Wirtschaftsethik gehen", verrät Schreiter.
Auch in den Medien ist der Dresdner präsent. Unter anderem schreibt er für Magazine seiner Heimatstadt und seit kurzem sporadisch für das in den ehemaligen Sowjetsaaten und Mitteleuropa erscheinende Jugendjournal "vitamin de". Die Musik spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für Friedemann. Dieser frönt er mit seinem Projekt "Soulism", das er 2005 zusammen mit einem Freund ins Leben rief. Da Stellt sich die Frage, wie das alles neben seinem zeitintensiven Studium zu schaffen ist. "Durch kontrolliertes Zeitmanagement und das Setzen von Schwerpunkten", lautet seine kurze Antwort.
Jedes Land ist spannend
Seinen persönlichen Schwerpunkt legt Friedemann auf die Arbeit in und mit anderen Ländern. Besonders angetan hat es ihm der asiatische Raum. Während eines zehnwöchigen Praktikums im vergangenen Sommer durfte er bereits Kasachstan näher kennenlernen. "Ein solches Praktikum ist sehr empfehlenswert", sagt der Dresdner. Zwar findet er jedes Land auf seine Art spannend, doch biete gerade der osteuropäische und asiatische Raum ein enormes Potential für Medienstudenten. Bei so viel Begeisterung für andere Nationen, ist es auch nicht verwunderlich, dass gleich mehrere Auslandsaufenthalte für die nächsten Jahre geplant sind: Einige Wochen im kommenden Sommer, ein ganzes Semester und sogar für die Zeit des Masterstudiums will der Medienstudent die Heimat hinter sich lassen. "Die Hauptsache ist, ich mache etwas, denn so kommt Bewegung ins Spiel", sagt Friedemann abschließend.
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