Von: Julia Berger


Impressionen vom Tag der offenen Tür
Kleines Auto und große Ziele
Am vergangenen Samstag bot die Hochschule Mittweida Studienanwärtern ein volles Programm und einige motorisierte Überraschungen. Informationen zu Studiengängen, Einblicke in Labore und Studios gehörten zum Rahmenprogramm.

Kein Parkplatzmangel, sondern eine Aktion des BMW-Werks Leipzig brachte den Mini in den Vorlesungssaal. (Foto: Ina Hampp/Josephine Döll)
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Viele Eindrücke und Informationen strömten an diesem Morgen auf die Abiturienten und anderen Gäste der Hochschule ein. Zum einen sorgten die Männer im Anzug von den Bayrischen Motorenwerken beim ein oder anderen Besucher für Erstaunen. Zum anderen tönte die peppige Musik von 99drei Radio Mittweida aus den Lautsprechern. Mit Worten wie "Schön, dass Sie da sind" und "Wie kann ich Ihnen weiterhelfen" bemühten sich hilfsbereite Mitarbeiter an den Informationsständen um das Wohl der jungen und älteren Besucher. Diesen Eindruck hatte auch Susann aus Dresden: "Mir gefällt es hier sehr gut. Hätte ich kein Studium in Berlin, könnte ich mir vorstellen, in Mittweida eines anzufangen."
Die vielen Informationsquellen der Hochschule werden an diesem Tag gern und intensiv genutzt. Es bilden sich Trauben um die Stände aller Fachbereiche. Besonders Mathematik und Medien werden häufig aufgesucht. Das Dezernat für Studienangelegenheiten beantwortet detailiert alle Fragen vom Studium im Ausland, über Wohnmöglichkeiten bis hin zum Hochschulsport. Jeder findet für seine individuellen Fragen den richtigen Ansprechpartner.
Führungen über den Campus
Als Prorektorin Monika Häußler-Sczepan, im Hörsaal 5-120 die Veranstaltung eröffnete, stand die Vorstellung der Hochschule und der Studiengänge im Vordergrund. Doch der Mini von BWM, der neben dem Rednerpult stand, erweckte bei dem ein oder anderem Besucher etwas mehr Aufsehen. Schließlich ist dies kein alltägliches Bild in einem Hörsaal. Ziel der Aktion war es, Interesse bei den angehenden Akademikern zu wecken. "Neben der Möglichkeit, sein Praxissemester bei BMW zu machen, gibt es im Rahmen der Hochschulkooperation auch einen Praxistag, bei dem verschiedene technische Versuche im BMW-Werk durchgeführt und so das Fachgebiet näher gebracht werden soll", erklärt René Heinker, Mitarbeiter des Münchner Autobauers.
Doch es mussten auch Kompromisse gemacht werden. Denn zeitgleich zum Vortrag des ehemaligen Mittweidaer Studenten René Schönfelder, "Wir sehen, was wir hören", boten die Mitarbeiter Führungen über den Campus und in die Wohnheime an. Beispielsweise öffnete 99drei Radio Mittweida seine Studiotür für die Besucher. Constantin Hirsch lud mehrmals während der Sendung zur Besichtigung des Radios ein. Auch die Wochenzeitung "NOVUM" bot die Möglichkeit, einen Einblick in die redaktionelle Arbeit zu bekommen. Für diejenigen, die von den Praxismöglichkeiten überzeugt waren, hatte Studienberater Helmut Hammer einen ausführlichen Überblick zu den passenden Studiengängen zusammengestellt. Medienmanagement und Medientechnik standen hier im Fokus. Auch die Frage, was erforderlich ist, um in Mittweida zu studieren, beantwortete er umfassend.
Besucher gingen mit Tüten voller Infomaterial
Wer jetzt noch Fragen hatte, erhielt bei der Fragestunde im Raum 5-214 A Antworten. Auch waren alle Fachbereiche den ganzen Tag über durch Professoren vertreten. Die Möglichkeit dabei auch mit Studenten zu sprechen, nahmen die Besucher dankend an. Professor Andreas Wrobel-Leipold meint dazu: "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die jungen Leute lieber mit den Studenten sprechen, als mit uns alten, grauhaarigen Professoren".
Zur Mittagszeit zog etwas Ruhe auf dem Campus ein. Die Besucher gingen mit Tüten voller Infomaterial und zufriedenen Gesichtern nach Hause, um all die Eindrücke des Tages zu verarbeiten. "Warum wegziehen, wenn ich auch hier sehr gut studieren kann", resümiert Alexandra aus Mittweida, eine Anwärterin des Studiengangs Gesundheitsmanagement.
Wer nicht zum Tag der offenen Tür kommen konnte, sich aber dennoch ein Bild über die Möglichkeiten der Hochschule Mittweida machen will, kann im Video den Audibegründer August Horch auf einer Reise rund um den Campus begleiten.
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