Von: Benjamin Berger
Campusgesichter: Christoph Jaster
Vom Vortrag zur DVD
Google. Jeder kennt es, fast jeder nutzt es, doch was wirklich dahinter steckt wissen nur einige. Christoph Jaster leitete ein Projekt, das Nutzern die Hintergründe von Google erklärt.
Angefangen hat alles mit dem Vorschlag eines Professors im ersten Semester, einen kurzen Ausschnitt eines selbst erstellten Vortrages zum Thema Onlinesuche mitzubringen. Der 23-jährige Medientechnikstudent Christoph Jaster beschäftigte sich neben Webdesign leidenschaftlich schon seit längerer Zeit mit verschiedenen Suchmaschinentechnologien und Optimierungsmöglichkeiten. Daher konnte er ohne großen Aufwand einen umfassenden Einblick vermitteln. Aus dem "kurzen Ausschnitt" erstellte Jaster einen kompletten Vortrag. Im zweiten Semester folgte das Angebot, im Medienpraxis-Modul ein studentisches Projekt zu leiten.
Professionelle Produktion als Ziel
"Modulbegleitend sollten wir den Google-Vortrag ausarbeiten und in eine Form bringen, die interessierten Mediennutzern anhand leicht verständlicher Beispiele die Funktionsweise von Google und Co. erklärt", sagt Jaster über die Entstehungsgeschichte. Daraufhin beschloss das Team eine DVD über das Thema zu produzieren. Inzwischen ist der Medienstudent im 4. Semester und das Werk ist nach viel Arbeits- und Zeitaufwand vollbracht.
Als studentischer Projektleiter hatte Jaster viele Aufgaben. Beispielsweise koordinierte er die 24 am Modul beteiligten Studenten in den verschiedenen Projektteams, schnitt Fehler aus dem Material heraus, war am Entwurf der Grafikanimationen beteiligt und brachte das Ganze am Ende in die passende Form. Dafür sorgte der 23-Jährige unter anderem für eine qualitativ hochwertige Produktion in einem professionellen Presswerk. Viele Aufgaben für einen Studenten, arbeitet der Schweinfurter doch nebenbei auch noch für eine Werbeagentur an verschiedenen Websites, hilft beim E-Learning Projekt der Hochschule mit und ist an der Website des Medienforums 2008 beteiligt.
Team opferte Teil der Semesterferien
Für das Google-Projekt benötigte Christoph Jaster Kollegen, die an einem Strang ziehen. "Ohne Teamarbeit wäre eine solche Produktion sicherlich nicht möglich gewesen", betont er. Und wenn der Elan doch einmal sank, arbeitete der Medienstudent weiter. So verbrachte er Nächte in Schnitträumen und lief am nächsten Tag schlaftrunken durch die Gegend.
Auch opferte ein Teil des Teams einige Wochen der Semesterferien, um dem Projekt den letzten Schliff zu geben. Denn eine unausgereifte, fehlerhafte Sache abzuliefern kam für ihn nicht in Frage. Doch dieser Mehraufwand habe sich letztlich für alle Beteiligten gelohnt. "Mit viel Fleiß und Mühe konnten wir ein sehr gutes Ergebnis erzielen und ich hoffe, die Leute sehen die viele Arbeit, die dahinter steckt", hofft er.
Projektleiter konnte viel lernen
In naher Zukunft könnte sich der Franke auch vorstellen, Produktionen zum Thema Dienstleistungen, wie im Fall Google mit seiner eigenen kleinen Firma, anzubieten. Doch das Studium hat jetzt erst einmal Vorrang. "Ich konnte von der technischen und koordinatorischen Seite viel dazu lernen. Und gerade aus Fehlern hat auch das Team gelernt", sagt Jaster. "Manches lässt sich eben nur in Praxisprojekten erlernen und ich bin froh, dass ich hier die Möglichkeit dazu hatte", fügt er hinzu.
Christoph Jaster wünscht den Lesern von medien-mittweida.de viel Spaß mit den Beiträgen und hofft, dass er und sein Team von "Got the whole World" etwas mehr Einblick in die Welt der Suchmaschinen verschaffen konnten.
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