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Donnerstag, 9. Oktober, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Nico Geitel

Hochschule unterzeichnet Abkommen zum Doppelbachelor

Studienangebot wird ausgebaut

Mit der Unterzeichnung eines neuen Abkommens vertieft die Hochschule Mittweida ihre Beziehungen zur einzigen deutschsprachigen Universität in Kasachstan. Austauschstudenten erhalten so in einer vierjährigen Studienzeit einen zusätzlichen Abschluss der jeweiligen Partnerhochschule.

Deutsch-Kasachisches Abkommen

Abkommen mit Kasachstan über Doppelbachelor wird am Freitag unterzeichnet. (Quelle: pixelio.de/Foto: tommyS/Montage: Nico Geitel)

Am Freitag wird ein Abkommen über ein Doppelabschluss-Programm
zwischen der Hochschule Mittweida und der Deutsch-Kasachischen Universität (DKU) unterzeichnet. Dadurch soll das seit 2002 bestehenden Partnerabkommen mit einem gemeinsamen Studienprogramm fortgeführt werden. Austauschstudenten erhalten dann in der Zeit eines Studiums den kasachischen Bachelor in Unternehmensmanagement, sowie den deutschen Bachelor in Betriebswirtschaft. Dafür müssen Studenten mindestens zwei Semester an ihrer Partnerhochschule studieren.

Internationaler Workshop

Das Rektorar erwartet hochrangige Vertreter der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty und des deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Außerdem wird das Internationale Hochschulinstitut (IHI) Zittau anwesend sein, das Koordinationsstelle aller deutschen Partnerhochschulen der DKU ist. 

Zudem führen die Vertreter Verhandlungen über die Einführung weiterer Studiengänge. Sechs Projektpartnerhochschulen aus ganz Deutschland haben den Auftrag, in den nächsten vier Jahren zwölf neue Studiengänge an der DKU einzuführen. Ab dem Wintersemester findet sich auch der Bachelorstudiengang Unternehmensmanagement im Studienangebot wider.

Voneinander Lernen

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der DKU, Professor Otto Hammer von der Hochschule Mittweida, sieht einen großen Vorteil im Austausch der Studenten. "Es ist belegt, dass sich ein junge Studenten erfolgreich in einem anderen Kultur- und Lebensraum bewegen und bewähren", sagt er. Außerdem gehe mit einem solchen Auslandsaufenthalt das Erlernen oder Vertiefen einer Sprache einher.

Als Privatuniversität verlangt die DKU eine jährliche Studiengebühr von rund 2 200 Euro. Über ein Stipendium des DAAD wird der Austausch finanziell gefördert. Zirka 20 Prozent der 270 Studierenden sind Deutsche. Auch die ehemaligen Medienmanagement-Studenten der Hochschule Mittweida, Claudia Winkler und Ulf Seegers, wagten 2006 den Sprung nach Kasachstan. Ihr Mut wurde belohnt: Winkler ist heute Marketingleiterin der DKU und Seegers Chefredakteur der "Deutschen Allgemeinen Zeitung".

Boom in Kasachstan

Für Professor Hammer ist Kasachstan immer noch ein verkanntes Land. Es biete enorme Entwicklungsmöglichkeiten auf dem Weg zum Industrieland. Für Deutschland stellt es bereits heute einen wichtigen Handelspartner dar und entwickelt sich zunehmend zu einem Investitionsstandort. Mit einem Wirtschaftswachstum von durchschnittlich neun Prozent nimmt Kasachstan in Zentralasien eine Vorreiterrolle ein. Händeringend wird nach gut ausgebildeten Ingenieuren mit Fremdsprachen- sowie Wirtschaftskenntnissen gesucht. Diese sollen unter anderem aus dem Studienprogramm der DKU hervorgehen.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Finanzwirtschaft soll bis zum Jahre 2010 das Studienangebot weiter ausgebaut und die Studentenzahl auf 1 000 erhöht werden. Erst im September besuchte Bundespräsident Horst Köhler die DKU und unterzeichnete ein deutsch-kasachisches Regierungsabkommen, das diese Vorhaben finanziell unterstützt.



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