Von: Daniela Kloth
Themen des 12. Medienforums Mittweida: Datensicherheit im Netz
Medienkompetenz wünschenswert
Philippe Gröschel, Jugendschutzbeauftragter der studiVZ Ltd., wünscht sich mehr Medienkompetenz bei den Nutzern. Er nimmt an dem Panel "Willkommen im Verzeichnis transparenter Nutzer - Auf Wiedersehen Datensicherheit" teil.
studiVZ ist wahrscheinlich das beliebteste „Social Networking Portal“ der jungen Generation. Gleichwohl geriet es in letzter Zeit in Kritik, unter anderem wegen personalisierter Werbung oder früherer Hackerangriffe. Wir haben Philippe Gröschel, den Jugendschutzbeauftragten der studiVZ Ltd., schon vor seiner Teilnahme am Panel „Willkommen im Verzeichnis transparenter Nutzer – Auf Wiedersehen Datensicherheit“ interviewt und mit ihm über Themen wie Datenschutz und Medienkompetenz gesprochen.
Herr Gröschel, wie sehen Sie die aktuelle Diskussion um den Datenschutz in Deutschland?
Die öffentliche Diskussion zu diesem Thema trägt zu einer höheren Sensibilität im Umgang mit den eigenen Daten und der individuelle Privatsphäre bei. Als Betreiber wünschen wir uns aufgeklärte und medienkompetente Nutzer, die sich mit den Mehrwerten und Bedingungen unseres Mediums auseinandersetzen. Insoweit sind alle gesellschaftlichen Prozesse in diesem Zusammenhang wünschenswert und erfreulich.
studiVZ und seine Ableger schülerVZ und meinVZ standen schon öfters in der Kritik, wegen des sorglosen Umgangs mit dem Datenschutz. Hat sich Ihrer Meinung nach die Sensibilität für das Thema Datenschutz in Ihrem Unternehmen erhöht?
Datenschutz ist und war von Anfang an neben Jugendschutz eines der wichtigsten Themen bei studiVZ. Wir halten uns streng an die geltenden Gesetze und tun darüber hinaus viel dafür, das Vertrauen unserer Nutzer zu halten. Dieses Vertrauen ist ein wichtiges Kapital und Grund für das große Wachstum der Communities und die unglaublich hohen Zugriffszahlen.
Brauchen wir in unserer Gesellschaft (und vor allem bei Jugendlichen) ein höheres Bewußtsein für Datenschutz? Vor allem, wenn man die umfangreichen Profile mit privaten Details z.B. auf studiVZ anschaut?
Datenschutz und aktive Nutzung eines sozialen Netzwerkes schließen sich nicht gegenseitig aus. Dank der vielfältigen Privatsphäreeinstellungen können die VZ-Nutzer jederzeit selbst entscheiden, wer was sehen darf. Oftmals sind vor allem junge Nutzer im schülerVZ kompetenter und sicherer was die Verwendung des Mediums Social Network anbelangt, als zehn Jahre ältere Studenten. Das ist erfreulich, zugleich muss Medienkompetenz aber zwingend mehr in den Schulunterrricht eingebunden werden. Die laufenden gesellschaftlichen Prozesse müssen sich also weiterentwickeln, Eltern, Bildungswesen, die Jugendlichen selbst und die Betreiber sind hier zu gleichen Teilen gefragt!
Vortrag: "Willkommen im Verzeichnis transparenter Nutzer - Auf Wiedersehen Datensicherheit"
Referent: Philippe Gröschel, Jugendschutzbeauftragter der studiVZ Ltd.
Zeit: Dienstag, der 11. November 2008 13.30 Uhr - 14.45 Uhr
Ort: Haus 6 Studio B
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