Von: Patricia Haueiß

Kulturage – Kulturschaffende in Deutschland
Marktplatz für Design
In Berlin zeigten Künstler bei der Trendmafia ihre realisierten Ideen und Produkte, die sie ausschließlich selbst produzieren. medien-mittweida.de gibt einen Einblick über den Basar der etwas anderen Art.

Die Meerschweinliebhaberin Denise Becker und ihre Kollektion (Foto: Patricia Haueiß)
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Vor der ehemaligen Bank, die heute zum Kreativmarkt umfunktioniert ist, stehen viele Fahrräder. Links am Ende des baufälligen Eingangsbereichs befindet sich die erste Verkaufshalle, aus der gediegene Musik von Annett Louisanne erklingt. Konzentriert und fröhlich platzieren Designer und Grafiker ihre Produkte noch auf ihren Tischen. Die Verkäuferin am vordersten Stand, die sich angeregt mit ihrer Kollegin auf portugiesisch unterhält, sticht durch ihre Sternenspangen mit langen, bunten Federn hervor. Das Publikum der Trendmafia ist sehr gemischt. "Es sind natürlich viele Friedrichshainer, auch Leute aus der Gegend, viele auch mit Kindern, aber es sind auch gerade im Sommer sehr viele Touristen gewesen, die hier her gekommen sind," beschreibt ein Standverkäufer für Perlenuhren.
Zwischen Hunden und Kaffee
Von der Haupthalle aus zweigen auf der rechten Seite Räume ab. Aus dem Ersten strömt dem Besucher feiner Kaffeeduft entgegen. Das kleine Café, das Kuchen, Tee und andere heiße Getränke anbietet, ist gut besucht. Die ruhige Atmosphäre mit Holzmöbeln und Kerzen ist eine gute Abwechslung zum hektischen Marktgeschehen. Ein freilaufender Hund hastet in der großen Halle durch die Stände und Kinder wiederum rennen ihm hinterher. Die Verkäufer, von der jungen Ergotherapeutin, bis zur erfahrenen Markthändlerin lassen sich davon nicht ablenken. Sie beraten in ihren meist selbst kreierten, bunten Sachen ihre Kunden.
Die Meerschweinliebhaberin Denise Becker bietet eine Kollektion für Mensch und Tier an. Dem Tierlaut nach Cuy.Cuy. heißt die Marke, welche bekannt ist für stylische Shirts - auch für Meerschweinchen. Beim Schlendern zum Lied "Nimm mich mit" von 2raumwohnung sind Handpuppen zum selbst zusammenstellen, Ohrringen aus LEGO-Blumen, Keramikschüsseln, Filzschuhe und bemalte Leinwände zu bestaunen.
Wiederverwertung von Tasten
Beim vorletzten Stand des Erdgeschosses stellt Katja Werner ihre Produkte vor. "Ich arbeite vorrangig mit Fahrradschläuchen, Motoradschläuchen und Luftmatratzen", erklärt sie. Die schwarzen, glatten Gummioberflächen sind typisches Markenzeichen ihres Labels KaWeDe. Die Herstellung ihrer Waren ist umfangreich: "Ich vukanisiere auch, ich stanze ich öse, ich flicke. Ich bestemple auch gezielt, weil ich die Ästhetik von den Gebrauchsspuren der industrielle Bestempelung aufgreife und fortführe".
Eine Steintreppe führt von der Partnerebene in die erste Etage. Von den Wänden platzt die Farbe. Einige Flecke sind mit Hinweisschildern überklebt, die zum Imbiss von Glühwein und Bockwurst einladen. Ein kleiner Durchgang leitet zur zweiten, großen Verkaufsfläche. Die vorderste Schmuckdesignerin ist Uta Lischke, eine Dame mit roten Lippen und Bierdeckelohringen. Sie stellt Ringe mit Aufsätzen aus farbigen Computertasten oder Platinen her. "Überwiegend betreibe ich Recycling: Recycling von Tasten, von Computern und Schreibmaschinen, aber auch von Platinen und sonstigen Materialien, die mir grad in die Hand fallen", erläutert die Gestalterin, die bereits das zweite Mal bei der Trendmafia mitmacht.
Für die Kinder ist vorgesorgt
Abgehend vom Hauptsaal befinden sich rechts wieder kleinere Zimmer. Eins besteht aus zwei provisorischen Kabinen mit gelben Seidenvorhängen. Für diejenigen, die vor der Umkleide warten müssen, steht zur Beschäftigung ein I-Pong bereit. Dieses Pingpong-Spiel mit einer nur 0,5 Quadratmeter großen Oberfläche wird hauptsächlich von Kindern benutzt, die kaum größer als der Rand der Platte sind. Amy Winehouse’s Rehab ist nur noch leise im hinteren Teil der ersten Etage wahrzunehmen. In einem separaten Bereich ist das "Kinderzimmer und Hörspielkino". Der halbe Raum ist mit gescheckten Kissen ausgelegt, auf denen ein Vater und seinem Baby liegen. Abwechselnd hören sie klassische Musik oder Märchen. Außerhalb ist ein leichter Glühweingeruch wahrzunehmen, denn der Imbiss ist gleich nebenan. Besucher kaufen sich dort Crêpes, Bouletten oder Getränke, um sich für den Heimweg zu stärken.
Auf den letzten Ständen in der obersten Etage präsentieren Designer schwarze Motorradhelme mit Strass-Steinen, ausgefallene Röcke und Teufelsuhren. Auf der Treppe kurz vor dem Ausgang treten gerade zwei plaudernde Damen ein. Sie finden "Die haben tolle Ideen hier und da guckt man sich mal was ab, beziehungsweise kauft auch mal was."
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Sehr gut und anschaulich geschrieben. Mir gefällt der Beitrag sehr gut! Weiter so!
Liebe Grüße





Um einen besseren Eindruck zu bekommen, wären mehr Fotos besser gewesen. Ebenso fehlt ein Link zur Homepage. Die Beschreibung der Räume ist überflüssig sowie die Lieder, die auf der Trendmafia laufen. Die Beschreibung der Aufteilung des Gebäudes und mehrer Adjektive sind überflüssig. Mehr Hintergrundinformationen zur Trendmafia wären schön gewesen.