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Sonntag, 9. November, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Philipp Girrger

12. Medienforum Mittweida – Referentenabsagen

Notausstiege

Das Medienforum glänzt mit 60 hochkarätigen Referenten. Auf der Zielgeraden sprangen jedoch mehrere ab. Kurzfristig mussten die Planungen neu gemacht werden. medien-mittweida.de schaute hinter die Kulissen und sprach mit den Organisatoren über diesen Negativtrend.

Producer

Von Links: Nadin Heinze, Leiterin "Orga-Team"; Mirko Lenz, Producer Mediennacht; Susann Krieglsteiner, Producerin Medienforum. (Quelle: Medienforum Mittweida)

Es ist Sonntag, 9. November 12 Uhr Mittag. Noch 22 Stunden und 30 Minuten bis zum Beginn des dreitägigen Medienevents in Mittweida. Die Referentenliste sollte eigentlich seit mehr als einem Monat feststehen - tut sie aber nicht. Erst wenige Minuten vorher hatte wieder ein Referent, Stefan Glaser von "jugendschutz.net", kurzfristig abgesagt. Diesmal trifft es das Panel "Neo-Netzionalisten – Die braune Gefahr im Internet?". "Wäre er der einzige Referent, der aktuell absprang, könnten wir es verschmerzen," erklärt Susann Krieglsteiner, Producerin des diesjährigen Medienforums.

Liste wird immer länger

Er ist aber nicht der Einzige. Der geplante Moderator des erwähnten Panels fällt nun auch aus. Matthias Brodkorb hatte schon im Vorfeld plötzlich abgesagt. Seinen Job übernimmt nun der Medienstudent Michael Langner. Ähnlich lief es bei der Diskussionsrunde "Super Mario meets Milka Kuh – Konsolenspiele als Werbemedium." Zuerst hatte Sven Jöckel, damals noch wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung HTM Hannover, dem Forum sein Kommen fest zugesagt. Nachdem er den Arbeitgeber wechselte, konnte er auf Nachfrage vor vier Wochen seine Vorlesung nicht mehr alleine lassen. Auch hier vertritt ihn nun ein tatkräftiger Medienstudent – Thomas Schmieder.

Dass hochkarätige Referenten,wie Jo Groebel, Direktor des Deutschen Digital-Instituts Berlin, lange zuvor absagten, fällt dann gar nicht mehr ins Gewicht. Wenn aber, wie im Fall der Familie de Lisle, der Vater Rik absagt, seinen Sohn in die Bresche springen lässt und dieser in der Woche vor dem Medienforum auch absagt, scheint die Bedeutung der Medienveranstaltung bei potenziellen Referenten wohl noch nicht verstanden.

Es geht auch anders

"Die Zuarbeit von Fotos oder Lebensläufen war auch nicht immer optimal," erläutert die Leiterin des "Orga-Teams" Nadin Heinze. "Oft kam es auf den letzten Drücker, was uns das Leben nicht immer einfach machte."

Umso besser,wenn es auch Positiv-Beispiele gibt. So Sven Tollmien von "TRENDone", der einen Vortrag zum Thema "Jump into the 4th mobile Generation" halten wollte. Er sagte ebenso zeitnah wie Andere ab, kümmerte sich aber hausintern um einen Ersatz. Und so können sich die Besucher des 12. Medienforums in Mittweida nun auf Norbert Hillinger freuen.



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