Von: Nico Geitel
Auslandsstudium wird noch nicht ausreichend genutzt
Gute Chance für alle
Auslandserfahrungen sind für die berufliche Zukunft Studierender oft von Vorteil. Immer mehr Unternehmen erwarten mindestens einen Aufenthalt im Ausland. Die Fördermöglichkeiten sind vielfältig. Dennoch wagen zu wenige Studenten den Schritt ins Ausland.
Es gibt rund 5 500 Mittweidaer Studenten. Davon gehen jährlich, nach Angaben des Auslandsamtes der Hochschule, zirka 100 Studenten ins Ausland. Sie erhalten dadurch, neben dem Erwerb von interkultureller Kompetenz und der Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse, außerdem einen Pluspunkt im Lebenslauf. Marion Dienerowitz, Studentenbetreuerin im Akademischen Auslandsamt, meint dennoch, dass immer noch zu wenige Studenten den Schritt wagen, ins Ausland zu gehen. Die Gründe hierfür seien unterschiedlich.
Nachteil Auslandsstudium
Die Umstellung von Diplom- auf Bachelorstudiengänge spielt dabei eine große Rolle. "Das Diplomstudenten nach einen Auslandsaufenthalt nicht mehr in Ihren Studiengang zurück können, weil er nicht mehr angeboten wird", sagt Marion Dienerowitz. Für Bachelorstudenten, die noch ein Masterstudium anschließen wollen, ist ein Auslandssemester nachteilig. Sie müssen ihren Bachelorabschluss in der Regelstudienzeit schaffen, um danach einen Master beginnen zu können. Sollten nicht alle im Ausland erbrachten Leistungen anerkannt werden, kann sich die Studiendauer verlängern.
Des Weiteren ist nicht in allen Studiengängen eine Sprachausbildung vorgesehen. "Die Sprachangebote an der Hochschule Mittweida könnten besser sein, um Studenten die Gelegenheit zu geben, sich besser auf einen Auslandsaufenthalt vorbereiten zu können", sagt die Auslandsberaterin.
Förderprogramme
Die Fördermöglichkeiten für ein Auslandsstudium sind vielfältig. Das Akademische Auslandsamt führt eine Liste mit Partnerhochschulen, aus dem Studenten wählen können. Die Anmeldung für ein Auslandssemester ist ein Jahr vor Reiseantritt abzugeben. "Wenn ein Abkommen zwischen den beiden Partnerhochschulen besteht, müssen keine Studiengebühren bezahlt werden", so die Auslandexpertin der Hochschule. Finanzielle Unterstützung kann über das Erasmus-Programm, das Leonardo-Programm und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst erlangt werden.
Jedes Semester veranstaltet das Akademische Auslandsamt einen Vortragsabend. Studenten, die bereits ein solches Auslandsstudium absolviert haben, geben nützliche Tipps rund ums Studium und das Alltagsleben. Damit soll den Unentschlossenen die Entscheidung erleichtern werden. Der diesjährige Termin fand bereits am 15.November 2008 statt. Dabei gab es viele interessante Vorträge von Studenten aus unterschiedlichsten Ländern wie Litauen, Finnland, Südafrika, Irland und Norwegen. Eine alphabetische Reihenfolge der Partnerhochschulen gibt es unter www.htwm.de/ausland. Für mehr Fragen zum Thema steht Marion Dienerowitz im Europäischen Hof (Haus 25) zur Verfügung.
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