Zu Favoriten hinzufügen


Dienstag, 6. Januar, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Ingmar Goethel

Videoinhalt

Ein Medienabsolvent berichtet

Ein Leben für Farben

Tobias Schaarschmidt schloss 2008 sein Studium der Medientechnik an der Hochschule Mittweida ab. Jetzt arbeitet er in der Postproduktionfirma "Koppfilm" in Berlin. Wie ihn sein Studium zu diesem Job führte, berichtet medien-mittweida.de

Medienabsolvent Tobias Schaarschmidt

Medienabsolvent Tobias Schaarschmidt (Foto: Tobias Schaarschmidt)
» Zum Video

Wir schreiben das Jahr 1995 und Tobias Schaarschmidt, Schüler der sechsten Klasse, dreht das erste Mal mit einer Video-8 Kamera. Seine Leidenschaft für Videos und Filme begann und hält bis heute an. "Ich war seitdem in der Schule immer derjenige, der bei jeder Gelegenheit mit der Kamera rumgehirscht ist. Da hat sich einiges angesammelt". Das angesammelte Material musste natürlich auch bearbeitet werden. Zunächst noch per einfachem Videorekorder, lernte er bereits ab 1997 die Vorzüge der Videobearbeitung am PC zu schätzen. Regelmäßig dokumentierte er Schulfeste und Klassenfahrten bis er 2000 mit dem Abitur das Gymnasium verließ.

Erstmal auf die Vorlesungen konzentriert

Zwei Jahre später begann Tobias dann sein Studium an der Hochschule Mittweida. Einer der vielen Gründe für diese Entscheidung waren die Nähe zu seinem Wohnort und der kompakte Campus: "Es war schön das Auto früh abstellen zu können und dann zu Fuß überall hinzukommen". Nicht zuletzt auch die gute technische Ausstattung der Hochschule überzeugte ihn. In den ersten Semestern konzentrierte sich Tobias zunächst auf seinen Unterricht: "Vorlesungen legen das Fundament". So hielt er sich zunächst aus den vielen studentischen Projekten heraus.

Unter dem Motto "Der 11. Traum" stellte die Mediennacht 2005 für Tobias eine Art Initialzündung dar. Sein Engagement im Schnittteam legte somit nur den Grundstein und es folgten viele weitere Aktivitäten, unter anderem beim studentischen Fernsehsender "MW Digital". Mit einem gewissen Stolz verweist er auf die von ihm mitgestaltete "legendäre" Kochsendung – "Studentenfutter".

Berater für Kameramänner 

Es folgten die Mitarbeit bei diversen Imagefilmen und die Organisation und Teilnahme am Kurzfilmwettbewerb "MW48" der Hochschule Mittweida. Bei diesem Wettbewerb gilt es, einen Kurzfilm innerhalb von zwei Tagen zu konzipieren, zu drehen und zu schneiden. Das prägendste Ereignis aber war für Tobias seine Mitarbeit an dem Kurzfilm "Verrückt in die Vergangenheit". Als Verantwortlicher für das Datenmanagement und die Postproduktion festigte sich dadurch schnell sein späterer Berufswunsch. "VidV war in der Tat das Projekt, bei dem ich das lernte, was jetzt besonders wichtig ist."

Nachdem er dort bereits ein einjähriges Praktikum absolvierte, folgte eine Festanstellung bei dem kleinen Unternehmen "Koppfilm" in Berlin. Seine offizielle Stellenbezeichnung heißt "Technischer Angestellter - Postproduktion". Damit lässt sich aber sein Aufgabenfeld niemals ausreichend beschreiben. Als "Digital Image Technican" (DIT) berät und betreut er Kameramänner bei der Auswahl ihres Equipments und bestimmt mit ihnen die optimale technische Ausrüstung. Während Full-HD gerade in aller Munde ist, arbeitet und denkt Tobias schon in modernsten High-Definition 2K/4K-Auflösungen. Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, besucht er Messen, Workshops und testet neue Technik. Seine gewonnenen Erkenntnisse gibt er regelmäßig an Auszubildende und Praktikanten weiter.

Kein typischer Tagesablauf

Dabei verschließt er sich keinem guten Ratschlag. "Jeder lernt von jedem", meint er. Nicht zuletzt arbeitet Tobias noch als Colourist. Er verpasst Filmen die richtige Farbstimmung oder versucht verpatzte Szenen zu retten. "Seit VidV wollte ich sowas machen. Das war in der Tat das Projekt, bei dem sich entschied, was ich später machen will", sagt Tobias. Bearbeitet er zurzeit vor allem Kurzfilme, sehnt er bereits nach dem ersten Spielfilm.

Einen typischen Tagesablauf gibt es in Tobias Berufsalltag nicht. Als Teil der schnelllebigen Medienbranche beschäftigt er sich selten zwei Tage hintereinander mit der gleichen Arbeit. Wie er sich die Zeit bei seinen zugeteilten Projekten einteilt, ist ihm freigestellt. Vor allem in den Herbst- und Wintermonaten legt er auch einmal Zusatzschichten in der Nacht oder am Wochenende ein. "Aber wenn ich sehe, dass Luft ist, dann kann ich auch jederzeit sagen, dass ich mal ein oder zwei Tage nicht komme. Wenn was ist, rufen die schon an."



Video starten:

» Zurück


Felder mit einem * sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden.

Rechtlicher Hinweis:

Ihr Beitrag wird erst nach einer Freischaltung angezeigt. Wir sind dazu verpflichtet, Beiträge von außerhalb auf rechtliche Verstöße hin zu überprüfen, bevor sie veröffentlicht werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.


Keine Einträge

Keine Einträge im Gästebuch gefunden.

Footer