Von: Steve Nebel
Campus-Serie: "Hochschule mit Leidenschaft"
Seemannsgarn statt Digitaltechnik
Der Klischee-Informatiker sitzt den gesamten Tag in einem dunklen Keller vor dem Computer. Anders bei Professor Wilfried Schmalwasser. Wenn er nicht gerade die Studenten in Digitaltechnik unterrichtet, fährt er am liebsten Kanu.
Die Liste der sportlichen Aktivitäten von Professor Wilfried Schmalwasser an der Hochschule Mittweida ist lang. Er fährt Rad und Snowboard, macht Langlaufski und betreibt Fitness und Jogging. Dabei nimmt er sogar hin und wieder an Marathonläufen teil. Aber als Herr Schmalwasser vor einigen Jahren von Kanus an der Hochschule hörte, konnte er es nicht lassen, diese auf der Zschopau auszuprobieren. Anfangs hatte er große Probleme, das Gefährt richtig zu beherrschen und drehte sich ständig im Kreis. Davon angespornt wollte er es richtig lernen, besuchte Kurse und übte immer weiter. Bis er mittlerweile sogar mit Sportlehrer Mehnert Kurse für Studenten anbieten kann.
Ein idealer Ausgleich
Während seiner Ausflüge mit dem Kanu, kann Professor Schmalwasser vom Alltag abschalten. Dadurch hält er sich fit und findet sich selbst ausgeglichener und belastbarer. Der Professor entgeht so gerne mal dem Lärm der Stadt und sucht die Ruhe der Natur. Natürlich auch, um sich im Wasser mal richtig auszutoben. Am liebsten zusammen mit Studenten, denen er das Kanufahren beibringt.
So kann er die Studenten auch mal abseits der Vorlesungen kennen lernen und hat eine Menge Spaß mit ihnen. Dabei wird immer auf die Sicherheit geachtet, denn Wildwasser-Kanufahren ist nicht ungefährlich. Doch Wilfried Schmalwasser und die anderen Übungsleiter sprechen regelmäßig das Verhalten in gefährlichen Situationen mit den Schülern durch. So hatten sie bis jetzt Glück und wurden von Unfällen und Verletzungen verschont.
Geschichten über Strömungswechsel
Während der Ausflüge mit dem Kanu scherzt der Professor auch immer wieder gern mit den Schülern herum. So spinnt er gern sein Seemannsgarn: "Etwa in der Mitte der Talsperre gibt es eine Hochspannungsleitung. Diese Stelle wird von den Paddlern als Äquator bezeichnet. Also habe ich den Studenten erzählt, dass dort die Strömung umschlägt und beim Überfahren dieser Stelle die Boote sich plötzlich drehen. Ich hatte dies mit unbemerkten Paddelschlägen demonstriert und dann wollten einige nicht weiter paddeln". Diese und andere Geschichten vertonten sogar schon Studenten im Hörfunk unter dem Namen "Mysterie-History".
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