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Mittwoch, 18. Februar, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Daniel Strunz

Interview mit den Machern von "ZEITjUNG.de"

Ausgezoomert

Kaum wurde das Scheitern des ambitionierten Webjournalismusprojektes "Zoomer.de" aus dem Verlagshaus Holtzbrinck bekannt gegeben, findet sich schon ein neues Jugendportal im Internet.

ZEITjUNG-Redaktion

Die Redaktion von ZEITjUNG. (Foto: zeitjung.de)

"ZEITjUNG.de" will der Youtube-Generation wieder den Journalismus nahe bringen. Ein Medium von jungen Autoren aus Schulen und Universitäten will ihren Altersgenossen Nachrichten liefern, die sie auch interessiert. Es scheint, als würden die großen Verlage den richtigen Journalismus für die Zielgruppe der Jugendlichen langsam aufgeben. Diese Zielgruppe wird aber nun selbst aktiv. 

Ein Interview mit Alexander Zacherl, 23-jähriger Medienmanagementstudent der "Macromedia FH München". 

Was ist ZEITjUNG.de?

"ZEITjUNG.de" ist unsere Antwort auf die sinkenden Auflagezahlen traditioneller Zeitungen. Wir wollen Nachrichten für unsere Altersgenossen wieder interessant machen. In unserer News-Community schreiben die Autoren über alles, was für uns releveant ist. 

Wo liegen die Schwerpunkte von ZEITjUNG? 

Schwerpunkte unserer Artikel sind aktuelle und interessante Themen. Ob es dabei um Politik oder Liebe, um Wirtschaft oder Medien geht, ist erst mal zweitrangig. Wir schreiben über alles, was uns und unsere Leser interessiert. Und weil unsere Redaktionscommunity aus sehr unterschiedlichen Leuten mit unterschiedlichen Interessen besteht, sind die Themen sehr breit gefächert.

Was wollt ihr besser machen als Zoomer.de? 

Bei ZEITjUNG.de unterscheiden sich die Autoren nicht grundlegend von den Menschen, für die sie schreiben. Unsere Zielgruppe ist zwischen 16 und 24 Jahre alt, und genau das sind wir auch. Deshalb hoffen wir, dass wir die Themen finden, die die Leute interessieren. Wir sind keine Endvierziger, die berufsmäßig jugendlich schreiben, wir bringen Themen so rüber, wie wir sie sehen.

Wird das Portal nebenbei betreut? 

Einige von uns Zeitjüngern, zur Zeit sind es fünf, sind fest angestellt und täglich in der Redaktion. Der Großteil der Autoren arbeitet allerdings freiberuflich für uns und schreibt aus der Uni, der Schule und von Zuhause. Alle haben neben ZEITjUNG auch noch andere Verpflichtungen wie ihre Ausbildung oder Jobs.

Sind auch professionelle Schreiber dabei? 

Wenn mit professionelle Schreiber ausgebildete Journalisten gemeint sind, dann nicht. Keiner der aktuellen Zeitjünger hat ein Volontariat oder ein Journalismus-Studium hinter sich. Viele bloggen aber seit langer Zeit oder sind als freiberufliche Redakteure tätig gewesen.

Wer ist eure direkte Konkurrenz? 

Nach dem Ende von Zoomer bleiben da noch Neon, Fluter, der Spiesser und vielleicht jetzt.de übrig. Wobei die alle ihre Schwerpunkte anders als wir gesetzt haben und zum Beispiel eher Magazin-Themen bringen oder bunte Bilder. Wir arbeiten daran, so tagesaktuell wie eine gute Zeitung zu sein. 

Werdet ihr für eure Arbeit bezahlt? Und wenn ja, wie soll das Portal finanziert werden?  

Ja, wir werden bezahlt. Finanziert wird das Portal erstmal über Werbung und Sponsoring, wie die meisten anderen Seiten auch. Aber wir arbeiten auch an Deals mit anderen Verlagen, die daran interessiert sind, unsere Artikel auf ihren Seiten einzubinden, weil sie selbst in unserer Zielgruppe keine Kompetenz haben.

Wie stellt ihr euch die Zukunft für ZEITjUNG vor? 

Turbulent. Viele alteingesessene Medienmacher und Journalisten werden "ZEITjUNG.de" weiter als Gegner sehen. Aber für jeden Menschen, der uns anonym in den Weiten des Webs kritisiert, kommen zwei junge Schreiber auf uns zu, die die Idee genial finden und gerne mitmachen würden. In Zukunft wollen wir viel mehr Autoren ins ZEITjUNG-Boot holen, um noch viel mehr spannende Artikel veröffentlichen zu können und weiterhin rege Diskussionen anzufachen.

Vielen Dank für das Interview.



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Dienstag, 24-02-09 09:54 Bernard Lauxelles

Auch Zeitjung wird sich überleben und in zwei Jahren erinnert sich kein Mensch mehr an diesen Namen.

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