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Freitag, 6. März, Alter: 1 Jahre » Zurück

Von: Annett Bors

"Fabchannel" gibt auf

Ausgerockt

Per Pressemitteilung verkündet "Fabchannel" heute das baldige Aus. Das niederländische Internetportal bietet kostenloses Anschauen von mehr als 1 000 Konzerten im Netz und ist damit das Größte seiner Art. Dies ist bald vorbei, die Macher geben zum 13. März auf.

Logo von Fabchannel

Nur noch kurze Zeit im Netz verfügbar. (Foto: fabchannel.com)

Das breite Netzsterben geht weiter. Erst Ende Februar 2009 verkündete zoomer.de das Aus. Jetzt folgt ein, weiterer bekannter Player auf dem Onlinemarkt, wenn auch aus einer anderen Sparte. Nach neun Jahren schließt das niederländische Online-Konzertportal "Fabchannel" seine Seite.

Von lokalen Helden bis zu großen Namen 

Die Begründung ist klar und direkt: "Viele Plattenfirmen erlauben uns immer noch nicht ihre Künstler aufzuzeichnen, was uns daran hindert, das anzubieten, was Fabchannel braucht, um am Leben zu bleiben", teilt Justin Kniest, CEO des Unternehmens, auf der Webseite mit. In der Pressemitteilung heißt es "Gleichzeitig ist der Online Werbe- und Sponsormarkt aufgrund rückläufiger Budgets zunehmend unter Druck geraten. Die Geschäftsführung und die Anteilseigner von Fabchannel erwarten nicht, dass sich diese Situation in den kommenden Jahren ändern wird". Bevor es zu finanziellen Schwierigkeiten kommt, zieht das Unternehmen jetzt selbst die Reißleine.

Fabchannel.com ist weltweit die größte und meist besuchte Live-Konzert-Webseite. Ursprünglich wurde sie 1999 von der Pop-Location "Paradiso" in Amsterdam gegründet, um unbekannten Künstlern des Landes eine Plattform zu bieten, auf der sie sich präsentieren können. Vor drei Jahren folgten Vereinbarungen mit großen und kleinen Plattenfirmen und damit auch bekannte Namen wie Amy Macdonald, Heather Nova und "Polarkreis 18".

Vielleicht gibt es ein wiedersehen

"Schweren Herzens werden wir unser Online-Archiv am Freitag, den 13. März 2009, schließen. Bis zu diesem Zeitpunkt habt ihr noch die Möglichkeit, eure Lieblingskonzerte anzuschauen", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Es wird laut "Fabchannel" Überlegungen geben, wie in Zukunft das aufgebaute Archiv verwendet werden könnte.

Erst im November vergangenen Jahres ist mit Fabchannel.com/de der deutsche Ableger des Online-Konzertanbieters ins Netz gegangen. Aber auch das scheint nichts mehr genützt zu haben. In den nächsten Monaten will das Unternehmen sich bemühen Regelungen für Mitarbeiter, Kunden und Anbieter zu finden.

"Wer weiß... vielleicht werden wir uns eines Tages wiedersehen", ist der letzte Satz von Kniest auf der Startseite des Portals. Wir sind gespannt.



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