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Dienstag, 30. Juni, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Sabine Käppler

Campusgesichter: Philipp N. Neumayer

Student aus Leidenschaft

Seit 2001 ist der Medientechnikstudent bereits an der Hochschule Mittweida. Damals fing er im ersten Semester gleich als Redakteur vom Dienst beim hochschuleigenen Radiosender "Radio Novum" an. Inzwischen ist er Mitarbeiter im Fachbereich Medien.

Medientechnikstudent Philipp N. Neumayer

Medientechnikstudent Philipp N. Neumayer (Foto: Martin Glass / Bearbeitung: Alexander Haase)

"Das Schönste an Mittweida ist, dass die Studenten auch über das normale Studium hinaus Engagement zeigen und an einem Strang ziehen", so Philipp Neumayer. Er begann im Jahre 2001 sein Studium in der kleinen sächsischen Kreisstadt als Diplom-Medientechniker im Bereich Hörfunk. Inzwischen wurde der Studiengang auf das Bachelorsystem umgestellt. So haben die Medienstudenten der Hochschule Mittweida die Möglichkeit über Praxismodule Credits zu sammeln und sich ihr Engagement auch honorieren zu lassen. "Früher lief alles, ohne das man was dafür bekommen hat", erklärt Philipp. "Die zahlreichen Projekte, wie zum Beispiel der Radiosender 99drei oder die Studentenzeitung NOVUM wären ohne den tatkräftigen Einsatz der Studierenden nicht möglich gewesen."

Bevor er sein Studium begann, machte der gebürtige Berliner eine Ausbildung zum technischen Zeichner in Stuttgart und absolvierte seine Fachhochschulreife. Nebenbei arbeitete er im Freien Radio für Stuttgart, ohne dass er dafür Geld bekam. "Da hat es keinen interessiert, wenn man mal eine Pressemitteilung vorgelesen hat, weil man nicht mehr wusste, was man erzählen soll." Er moderierte, führte Interviews und entdeckte dabei seine Leidenschaft fürs Radio.

Hochschuleigenes Radio überzeugt

Von da an wollte Philipp im Radio bleiben. Er informierte sich über die Studienmöglichkeiten im Bereich Hörfunk und fand auf Anhieb Mittweida. "Besonders gereizt hat mich der eigene Radiosender. Als ich das gelesen hatte, wollte ich nirgendwo anders mehr hin." Gleich im ersten Semester begann er als Redakteur vom Dienst in der täglichen Morningshow zu arbeiten. "Die Morgensendung war ein ganz großes und wichtiges Ding. Wenn man da mitmachen wollte, musste man sich mit einem OnAir-Check bewerben", so Philipp. Inzwischen ist es für die Studierenden der Hochschule etwas einfacher, an die begehrten Posten zu kommen.

Seit März 2009 gehört der 31-Jährige zu den festangestellten Mitarbeitern des Fachbereiches Medien und übernimmt vielfältige Aufgaben. Gemeinsam mit anderen Hochschulmitarbeitern entwickelt er beispielsweise neue Module für das E-Learning-Programm des Bildungsportals Sachsen und gibt seit dem Wintersemester 2008/2009 Hörfunk-Praktika für Medienstudenten. "Die Arbeit im Team macht mir Spaß. Außerdem ist das Verhältnis zwischen Studenten und Professoren sehr gut", sagt Philipp. Zu seinem Aufgabenbereich zählt auch das Bewerbungsverfahren der zukünftigen Medientechniker. Er prüft die Bewerbungen auf Vollständigkeit, holt Gutachten ein, erstellt eine Rangliste und läd die Bewerber zum Vorstellungsgespräch ein.

Lebenslanges Lernen auf die Fahne geschrieben

Mindestens zwei Jahre ist Philipp noch an der Fachhochschule und möchte seinen Master in "Information and Communication Science" erfolgreich abschließen. "Hier weiß ich, was mich erwartet." Er berichtet, dass ihn "Insider aus der Medienbranche unterrichten", wie beispielsweise Frank-Oliver Schultz, Geschäftsführer der Bavaria Film- und Fernsehstudios oder Paul Linnarz, Leiter des Regionalprogramms "Medien und Demokratie" der Konrad-Adenauer-Stiftung in Lima/Peru. Doch der Masterabschluss soll nicht der letzte werden. "Das reine Fachidiotentum liegt mir nicht. Ich muss mich weiterbilden, geistig was machen." erklärt er. Dennoch, konkrete Zukunftspläne existieren nicht. "Ich lass' alles auf mich zukommen."



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