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Donnerstag, 11. Juni, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Jan Holubek

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Bürgerakademie feiert 15-jähriges Juliläum

"Wir müssen mehr werden"

Die "Bildungsakademie Mittweida" e.V. feierte am 10. Juni mit einer Festveranstaltung "15 Jahre Bildungsangebote für Interessierte aus der Region". Prof. Dr. Georg Milbradt gratulierte persönlich zum Jubiläum und erklärte, warum lebenslanges Lernen unverzichtbar ist.

Ehrendiplome für 30 Semester an der Bürgerakademie (Foto: Jan Holubek)

Ehrendiplome für 30 Semester an der Bürgerakademie (Foto: Jan Holubek)
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"Die Geschichte hat sich beschleunigt, es gibt immer schnellere Veränderungen in Technik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wir wissen nicht, was uns erwartet – also müssen wir vorbereitet sein", ermahnte Georg Milbradt eindringlich. Rund 120 Gäste verfolgten am Mittwoch in der Mensa der Hochschule Mittweida seinen Festvortrag "Lebenslanges Lernen als Antwort auf die demografische Entwicklung". Globalisierung und Migration machten Wissen zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsgut – auch im Alter. Deshalb seien Bildungsangebote wie "Lebenslanges Lernen – Bürgerakademie" in Mittweida so wichtig und notwendig, betonte Milbradt. "Sie sind auf dem richtigen Weg", appellierte er an die Zuhörer, "aber wir müssen mehr werden: eine Massenbewegung!"

273 Vorträge, zahlreiche Projektgruppen, vielfältige kulturelle Angebote und Exkursionen – es sind bewegte 15 Jahre, an die die Organisatoren der Bürgerakademie zurückdenken können. Zum Beispiel an immer wiederkehrende Diskussionen um den Namen: von der üblichen Bezeichnung "Seniorenstudium" über Namen wie "Angebote für Ältere" bis zum heutigen "Lebenslanges Lernen – Bürgerakademie" war es ein langer Weg. "Es war immer auch eine Diskussion der Zielgruppe. Das grundlegende Konzept jedoch ist geblieben", resümiert Dr. Ursula Zenker, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Bildungsakademie. Denn schließlich gab es nie eine Altersbeschränkung, die vielseitigen Bildungsangebote sind offen für jeden.

Ein Blick zurück

Zufrieden und nicht ohne Stolz gab Zenker einen Rückblick auf die Höhepunkte der letzten 15 Jahre. Sie berichtete von außergewöhnlichen Referenten wie Alexander Prinz von Sachsen, von großen Aktionen wie "Politik auf dem Marktplatz" und von der Arbeit der Projektgruppen, die sich zum Beispiel mit der Industriegeschichte der Region auseinandersetzen. "Wandel passiert, ob wir mitmachen oder nicht. Unsere Angebote aber sollten zum Mitmachen anregen", erklärte sie. Den ersten Vortrag – die Besprechung seines Buches "Der sanfte Menschheitsuntergang" – hielt am 26. Oktober 1994 Prof. Dr. Reinhard Schmidt, damaliger Rektor der Hochschule Mittweida. Auch Prof. Dr. Lothar Otto, der als heutiger Rektor der Hochschule die Begrüßungsrede hielt, war im Wintersemester 1994/95 einer der ersten Referenten, damals noch als Kanzler.

Ehrendiplome und Italienisches Theater

Siedfried Arlt, Vorsitzender der "Goethe-Gesellschaft Chemnitz" e.V. und Wolfgang Kalus, Kultursekretär des Kulturraums Erzgebirge-Mittelsachsen beglückwünschten Zenker und ihre Mitarbeiter ebenfalls persönlich zum Erfolg des Projektes, das nur eines von vielen Aufgabenfeldern der Bildungsakademie ist. Ihr Sohn Falk Zenker sorgte mit der Gitarre für die musikalische Umrahmung der Festveranstaltung. Zum Abschluss überraschte Ursula Zenker mit einem unangekündigten Programmpunkt: Zusammen mit Prof. Lothar Otto verlieh sie sechs Teilnehmern Ehrendiplome für die durchgängige, treue Teilnahme an den Vorträgen. Heinz Wünsch und Erdmuthe Tietze sind seit dem ersten Tag dabei – sie erhielten Urkunden für die Teilnahme über 30 Semester.

Im Anschluss erwarteten die Mitglieder des Förderkreises "Centro Arte Monte Onore" e.V. die Gäste im benachbarten Mensasaal mit einer Aufführung. Für ihre kulturellen Angebote arbeitet die Bildungsakademie eng mit dem Förderkreis zusammen. Unter der Leitung von Pier Giorgio Furlan führten Die Mitglieder Masken und Kostüme aus dem 17. Jahrhundert in einer historischen Form des italienischen Theaters vor: der "Commedia dell'Arte". In dieser Form des Theaters wird nicht gesprochen, alle Charaktere werden über typische Bewegungen sowie den Ausdruck der Masken und Kostüme vermittelt. Bei Sekt und Häppchen hatten die Besucher schließlich Gelegenheit, mit Künstlern und Teilnehmern ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen.



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