Von: Evelyn Lorenz
Die studentische Wochenzeitung NOVUM
"Mit Herzblut bei der Sache"
Das Hochschulmedium NOVUM bietet den Medienstudenten Mittweidas die Chance, schon vor dem Berufseinstieg Erfahrungen bei der Zeitungsproduktion zu machen. medien-mittweida.de sprach mit Chefredakteurin Ramona Vogel über Arbeit und Alltag bei NOVUM.
Sehr schnell erkennen die Studenten, dass Schreiben und Recherchieren für eine Zeitung sehr viel Arbeit bedeutet. Ramona Vogel ist seit zwei Semestern mit Leib und Seele Chefredakteurin der NOVUM. "Dies für seine Vita zu machen, ist albern. Man muss mit Herzblut bei der Sache sein sonst funktioniert es nicht", erklärt Ramona.
Was macht ein Chefredakteur?
Die wichtigste Aufgabe ist das Zusammenführen aller Arbeitsabläufe in der Redaktion. Die einzelnen Ressorts als auch Layout und Grafik müssen aufeinander abgestimmt sein, damit das Endprodukt in sich stimmig ist. Außerdem trägt der Chefredakteur die Verantwortung über den Inhalt. Die Themenwahl überlässt sie zum großen Teil den Ressortleitern. "Da lasse ich den Ressortleitern relativ frei Hand. Sie sollen Verantwortung übernehmen und natürlich Spaß bei der Arbeit haben. Und das geht auch nur, wenn sie überzeugt sind von dem was sie tun", sagt Ramona. Sie muss wichtige Entscheidungen treffen und dabei ihre Mitstreiter in ihrer Arbeit motivieren und unterstützen. "Abgesehen von den Produktionsphasen Montag und Dienstag gibt es noch eine Menge mehr zu tun. Ich habe sicherlich schon einen Master im Mail-Schreiben", so Ramona.
Redaktionsalltag
Der Produktionskreislauf der NOVUM beginnt mit einer Ressortsitzung. Bei dieser besprechen die Ressortleiter die Themen und verteilen sie an die Redakteure. Die geschrieben Artikel redigieren sie und spätestens Sonntag schaut nochmals die Chefredakteurin darüber. Am Montagnachmittag bekommt jeder Redakteur seinen Text zurück und bearbeitet ihn ein weiteres Mal. "Das ist eine sehr sinnvolle Sache, auch wenn einige damit Probleme haben", erklärt Ramona. Schließlich wirft Professor Wrobel-Leipold noch einen Blick auf die entstandenen Texte. Er ändert noch einiges und gibt weitere Hilfestellungen. "Mal hagelt es derbe Kritik und manches Mal läuft es auch ganz gut", erklärt Franziska, Redakteurin bei NOVUM. Ramona sagt dazu: "Feedback ist das beste, was einem passieren kann. In der richtigen Welt weist dich niemand auf deine Fehler hin, da wird man einfach entlassen."
Die Layouter stellen das bestmöglichste Verhältnis zwischen Texten, Grafiken und Fotos her. Danach beginnt das Lektorat: Redakteure prüfen die Texte auf Rechtschreibe- und Logikfehler - und das mit viel Eifer manchmal bis in die Nacht. Dann macht die hochschuleigene Druckerei die fertige Zeitung bereit zum Vertrieb. Am Dienstagabend findet eine Redaktionskonferenz statt, bei der die Ausgabe in einer Art Blattkritik besprochen wird. Danach beginnt der Kreislauf wieder von vorn.
Die weitere Entwicklung
Wie jedes andere Hochschulmedium verändert sich auch die NOVUM von Jahr zu Jahr. "Im zurückliegenden Semester hat das ganze Team großartige Arbeit geleistet. Wir sind extrem gut geworden", sagt Ramona. Es soll sich viel verändern. Was genau geplant ist verrät sie allerdings nicht.
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