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Dienstag, 15. September, Alter: 2 Jahre » Zurück

Von: Rico Reichenbach

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Campusgesicht: Stefan Preißer

Basketball, 100 kg und ein Gyaku Zuki

Für viele Studenten sind Vorlesungen und Hausarbeiten Grund genug, kaum Sport ausüben zu können. Nicht für Wirtschaftsingenieurstudent Stefan Preißer: aktiver Basketballer, Kampf- und Kraftsportler.

Stefan Preißer steht im Hanmi Gamae, dem Kampfstand.

Stefan Preißer steht im Hanmi Gamae, dem Kampfstand. (Foto: privat)
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Der gebürtige Meißner beginnt zum Wintersemester 2009/2010 sein sechstes Semester an der Hochschule Mittweida. Bei ihm spielt neben dem Studium der Sport eine ganz große Rolle. Als "Hochschul-Coach" trainiert er einmal pro Woche Studenten im Basketball. Den Anreiz zu diesem Sport bekam er 2003 von Freunden und im Schulsport des Gymnasiums. Er sagt: "Ich mag am Basketball, dass es ein Mannschaftsport ist und die Möglichkeiten mit dem Ball fast unbegrenzt sind".

Sächsischer Vizemeister

Seitdem trainiert er regelmäßig und bestreitet Turniere. Zwei Mal pro Woche spielt er in Mittweida und zwei Mal in Meißen. Der reichliche Fleiß bleibt nicht unbelohnt: er belegte 2008 mit dem Hochschulteam bei den sächsischen Fachhochschulmeisterschaften den zweiten Platz und bei den deutschen Fachhochschulmeisterschaften konnte er sich über einen sechsten Platz freuen.

Nationalkader

1994 beschloss er mit Karate anzufangen. Begeistert vom Können damaliger Fernsehstars, wie Jean Claude van Damme, meldete er sich bei einem Meißner Verein an. Schon bald war im klar, dass ihm das "Kumite", das Kämpfen, am meisten liegt. "Man ist alleinverantwortlich über Sieg und Niederlage", erzählt er medien-mittweid.de.

Vor dem Studium war er Kämpfer des Landeskader Sachsen, trainierte vier Mal in der Woche, wurde mehrfach sächsischer Meister. 2007 wurde er für das Wado, eine verbreitete Karatestilrichtung, Nationalteam nominiert. Als Vertreter seines Heimatlandes kämpfte er beim Europa Cup in Paris und belegte den dritten Platz. Zuletzt behauptete er sich bei den deutschen Hochschulmeisterschaften und wurde Dritter. Aufgrund des Studiums musste er jedoch als aktiver Kämpfer kürzer treten. Stefan erkämpfte sich bis dahin schon den ersten Kyu. Das ist die letzte Gürtelstufe vor dem ersten Dan, dem schwarzen Gürtel.

100 kg Bankdrücken

Mindestens vier Trainingseinheiten Kraftsport stehen bei Stefan auf dem Wochenplan, denn: umso mehr Muskeln, desto höher die Erfolgschancen. Schon seit drei Jahren stählt er seinen Körper vier Mal in der Woche im Kraftraum. "Ich wollte so stark wie mein Trainer d. Red. Marco Thierbach, sächsischer Landestrainer und Gründer des 'Sei Wa Kai Meißen' sein", sagt Stefan. Dabei steht ein Ganzkörpertraining mit spezieller Ernährung auf dem Programm. Mit einem Körpergewicht von 73 kg hat er sich bis auf 100 kg Gewicht beim Flachbankdrücken hochgearbeitet. Damit soll für ihn längst noch nicht Schluss sein. Ein Tag ohne Krafttraining oder Basketball ist für ihn ein verlorener Tag.

Er wird ab November ein Auslandsemester auf den Philippinen absolvieren. Dahin locken ihn traumhafte Strände, Basketball als Nationalsport und die NBA im öffentlichen Fernsehen. Im warmen Salzwasser kann er obendrein sein Können als Rettungsschwimmer beweisen. Auch seinen Zivildienst leistete Stefan bei den Sportstätten Meißen ab. Auf die Frage was er mit dem ganzen Sport erreichen will, antwortet er: "Früher wollte ich der Beste der Besten sein, heute is es nur noch ein Hobby."



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