Von: Florian Tillack
Programmempfehlungen von Samstag (3.10.) bis Freitag (9.10.)
TV-Tipp
Jede Woche stellt medien-mittweida herausragende und markante Werke aus Film und Fernsehen vor. Welche Produktionen in den nächsten Tagen ausgestrahlt werden, können Sie im Folgenden lesen.
Samstag, 3. Oktober: Vom Mauerfall bis zur Wiedervereinigung
9. November 1989. Nach 28 Jahren, in denen die DDR-Bürger durch die Berliner Mauer vom Westen getrennt waren, bringt eine friedliche Revolution den Deutschen ein Stück Freiheit zurück und beendet auch die Zeit des "Kalten Krieges". Bis zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten vergeht knapp ein Jahr des Pokerns um Macht und Zusprüche. Umfangreich und objektiv beleuchtet die SPIEGEL-TV-Dokumentation diesen Zeitraum und dringt dabei in gesellschaftliche Bereiche vor, die der Öffentlichkeit bis dahin verborgen blieben. Lothar de Maizière, Mathias Platzeck, Jens Weißflog und andere Prominente Zeitzeugen kommentieren die geschilderten Ereignisse. In gewohnter SPIEGEL-TV-Qualität und mit zum Teil bisher unveröffentlichten Videoaufnahmen ist diese packende Geschichtsstunde am Samstag-Abend zweifelsohne eine Alternative zu "Wetten, dass..?". 20.15 Uhr, Vox, Dokumentation, Dt. ’09; Regie: Thomas Schaefer.
Montag, 5. Oktober und Mittwoch, 7. Oktober: "Clint Eastwood Woche"
Der deutsch-französische Kooperationssender Arte wirft diese Woche einen Blick auf die Film-Legende Clint Eastwood. Am Montag 14.45 Uhr wird der französische Dokumentarfilm "Clint Eastwood – ein Mann und sein Weg” gezeigt. Dabei gibt der 79-jährige Schauspieler und Regisseur Auskunft über seinen beruflichen Werdegang und gewährt Einblicke in sein Privatarchiv. So wird ein Portrait eines begnadeten Hollywood-Stars gezeichnet, ergänzt von Filmausschnitten und Aufnahmen von Dreharbeiten des vierfachen Oscar-Preisträgers. Montag: 14.45 Uhr, Arte, Dokumentarfilm, FR '07.
Zur besten Sendezeit zeigt Arte das Thriller-Drama "Perfect World" aus dem Jahr 1993, bei dem Eastwood sowohl vor als auch hinter der Kamera Platz nahm. Im Film nimmt der Schwerverbrecher Butch Haynes (Kevin Costner) nach seinem Gefängnisausbruch den erst achtjährigen Phillip als Geisel. Auf der Flucht vor den Gesetzeshütern, angeführt von Sheriff Red Garnett (Clint Eastwood), entwickelt sich eine sensible Freundschaft zwischen dem Schwerverbrecher und seiner Geisel. Altmeister Eastwood legt weniger Wert auf Action und wilde Verfolgungsjagden, sondern stellt seine Charaktere in den Mittelpunkt und zaubert so einen sehr nachdenklichen und berührenden Road-Movie. Montag: 21.00 Uhr, Arte, Thriller-Drama, USA ’93, Kevin Costner, Clint Eastwood, Laura Dern; Regie: Clint Eastwood.
Am Mittwoch darauf folgt mit "Sadistico" das packende Regie-Debüt von Clint Eastwood aus dem Jahr 1971. Darin spielt er die Hauptrolle des Radio-DJs Dave Garland. Dieser wird jede Nacht von einer unbekannten Anruferin gebeten, den Song "Misty" zu spielen. Evelyn, so ihr Name, trifft sich irgendwann mit Dave in dessen Lieblingslokal und beide beginnen eine Affäre. Als dieser die Beziehung jedoch beendet, wird aus Evelyns Leidenschaft, blanker Hass und sie terrorisiert Dave mit allen Mitteln, bis die Lage eskaliert. Mittwoch: 23.30 Uhr, Arte, Psycho-Thriller, USA ’71, Clint Eastwood, Jessica Walter, Donna Mills; Regie: Clint Eastwood.
Freitag, 9. Oktober und Samstag, 10. Oktober: "Keep on rocking”
Bei diesem Themen-Abend widmet sich 3sat der Folk-Musik. Im Mittelpunkt steht Folk-Legende Neil Young. "Crosby, Stills, Nash & Young: Déjà vu" heißt der erste Dokumentarfilm. Die vier Folk-Rocker protestierten bereits zu Beginn der 1970er Jahre musikalisch gegen den Vietnam-Krieg. Nach mehr als 30 Jahren Pause folgte 2006 die Fortsetzung des Musik-Projektes. Unter dem Motto "Freedom of Speech" werden die Irak-Politik der Vereinigten Staaten und Ex-Präsident George W. Bush an den Pranger gestellt. Neil Young selbst führte Regie unter dem Synonym Bernard Shakey und schafft den Spagat zwischen dokumentarischen Konzertausschnitten auf der einen- und überzeugten politischen Aussagen der Musiker auf der anderen Seite. Im Mittelpunkt jedoch stehen die Reaktionen des US-Publikums auf das engagierte Projekt, welche von Begeisterung bis hin zu Empörung reichen und dem Film eine weitere interessante Note verleihen. 22.25 Uhr, 3sat, Dokumentarfilm, USA '07; Regie: Neil Young.
In "Year of the Horse" von 1997 porträtiert Regisseur Jim Jarmusch die Arbeit von Neil Young und seiner jahrelangen Begleitband "Crazy Horse". Neben Konzertaufnahmen der Welttournee 1996 zeigt der Konzertfilm skurrile Interviews und Backstage-Eindrücke, die bis in die 1970er Jahre zurückreichen. 24 Uhr, 3sat, Dokumentarfilm, USA '97; Regie: Jim Jarmusch.
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