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Donnerstag, 8. Oktober, Alter: 2 Jahre » Zurück

Von: Sebastian Kubatz

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Vorbereitung für einen großen Abend

Die Ruhe vor dem Sturm

Die Erstsemesterparty an der Hochschule Mittweida ist jährlich die größte Veranstaltung zum Semesterauftakt. medien-mittweida.de wollte wissen, wie die Organisatoren vom Studentenrat die Mensa am 7. Oktober binnen weniger Stunden in eine Partyzone verwandeln.

Aufwändige Dekorationen für das "prickelnde Erlebnis" (Foto: Sebastian Kubatz)

Aufwändige Dekorationen für das "prickelnde Erlebnis" (Foto: Sebastian Kubatz)
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Es ist 14 Uhr, der Pommes-Geruch vom letzten Mittag ist verflogen. Bühnen- und Tontechniker sowie weitere Aufbauhelfer verfolgen aufmerksam die Anweisungen von Daniel Zielinski und Erik Münz vom Studentenrat. Insgesamt sind etwa 25 Leute mit dem Auf- und Abbau beschäftigt, bestehend aus Studenten der Hochschule Mittweida und Fachkräften von einer Firma aus Chemnitz, die die Ton-, Licht- und Bühnentechnik vermietet. Es gibt einen großzügig angelegten Zeitplan: "Irgendwas Unerwartetes kommt ja immer dazwischen", erzählt Erik aus Erfahrung.

Die Erstsemesterparty – kurz ESP genannt – wird in erster Linie für die in diesem Jahr knapp 1.400 neuen Studenten an der Hochschule Mittweida veranstaltet. Doch auch unter höheren Semestern ist die Party sehr beliebt. "Innerhalb ihres Jahrgangs lernen sich die Ersties ja in der ersten Woche schon gut kennen. Bei uns haben sie nun die Möglichkeit, in lockerer Atmosphäre auch Studenten der älteren Jahrgänge und anderer Studiengänge kennen zu lernen, bei einem Bier und guter Musik", beschreibt Erik das Ziel der Veranstaltung. Auf den Bannern, die draußen an den Zäunen befestigt werden, steht das Motto der diesjährigen ESP: "Ein prickelndes Erlebnis".

Gut organisiert - vom Künstler bis zur Deko

Nach gut einer Stunde sind alle Tische und Stühle aus den Speisesälen geräumt. So langsam zeigt sich, wie hier die rund 1.200 erwarteten Gäste Platz finden sollen. Als nächstes müssen die großen Technik-Kisten an ihre Plätze gebracht werden, damit der Aufbau der drei Bühnen beginnen kann. Überall eilen Techniker und Helfer die Treppen hoch und runter, von einem Raum zum nächsten. Doch die Beteiligten geben sich optimistisch: "Wir liegen verdammt gut in der Zeit", so einer der Techniker, während er einen Boxenturm aufstellt. In liebevoller Kleinarbeit bringen andere die Dekorationen an. Die zahlreichen goldenen Luftballons gehören zum Motto der Party, genau wie der Sekt und die Mixgetränke, die Helfer für die Bars herantragen. "Gute Organisation und ein starkes Team sind das A und O für einen reibungslosen Ablauf", erklärt Teamchef Erik Münz. Deshalb saß der Studentenrat schon im Juni zusammen, um den allseits beliebten Abend zu planen.

Die wohl schwierigste Frage, über die die Organisatoren zu beratschlagen hatten, betraf die Künstlerauswahl. "Wir haben nur ein begrenztes Budget zur Verfügung", so Erik vom Studentenrat, "also entschieden wir uns für regionale Künstler und hochschuleigene Talente". Nach langen Befragungen und Recherchen bei MySpace und YouTube entschieden sie sich schließlich für sechs Liveacts, die auf den drei Floors für Stimmung sorgen werden. Auf der Livestage greifen "The Melleties" und "Yellow Cap" zum Mikrofon, Hip Hop und Dance Hall Beats von "DJ Shusta" und der "Sensi Movement Crew" schallen aus dem zweiten Speisesaal und im Eingangsbereich bieten "Audio AL" und "Norris Terrify" alles für die Fans von House und Electro.

Endspurt

Gegen 18 Uhr unterbricht der schrille Lärm vom Soundcheck die bis dahin eher stille Arbeitsatmosphäre. Die Bewegungen aller Beteiligten werden langsam ruhiger, ein Ende ist in Sicht und alle sind gespannt auf den ersten Ansturm auf die Abendkasse. "Nur 150 Karten können noch erworben werden, das wird ein Riesen-Gedränge. Die Vorverkaufskarten waren dieses Jahr schon am Dienstagmittag ausverkauft. Das ist eine absolute Ausnahme, so was haben wir hier noch nicht erlebt." Erik erklärt, dass es leider nicht möglich ist, eine größere Besucheranzahl in der Mensa unterzubringen, da es dafür rechtliche Auflagen gibt.

Gegen 20 Uhr finden sich schließlich die ersten Gäste vor dem großen weißen Zelt ein, welches für den Einlassbereich aufgestellt wurde. Nach über sechs Stunden sind mehr als 1.000 Meter Kabel verlegt, die Musik tönt bereits aus allen Ecken, für ausreichend Getränke ist gesorgt. Bis 3 Uhr können die Studenten hier in der Mensa feiern und tanzen. Wer dann immer noch nicht genug hat, dem gewährt der Studentenclub der Hochschule ab 1 Uhr Einlass zur Aftershow Party. Doch daran ist für die Mitarbeiter des Studentenrats nicht zu denken, sagt Erik: "Bis 8 Uhr muss alles wieder in den Normalzustand gebracht werden. Dann kommt das Küchenpersonal und beginnt mit den Vorbereitungen. Schließlich soll am Donnerstag wieder ganz normaler Mensabetrieb herrschen."



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