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Donnerstag, 22. Oktober, Alter: 281 Tage » Zurück

Von: Manuela Geissler

Schon gesehen? – "(500) Days of Summer"

Gegen die Herbstdepression

"Es gibt nur zwei Sorten Menschen auf der Welt: Männer und Frauen." Mit solchen Weisheiten wartet die neue Komödie "(500) Days of Summer" auf. Wer eine schnulzige Liebesgeschichte erwartet, liegt falsch. Stattdessen bringt der Film den Sommer zurück ins trübe Herbstwetter.

Tom und Summer sind das perfekte Paar - oder doch nicht? (Foto: 20th Century Fox)

Tom und Summer sind das perfekte Paar - oder doch nicht? (Foto: 20th Century Fox)

500 Tage lang ist Tom in seine hübsche Arbeitskollegin Summer verliebt. Zuerst erwidert sie seine Gefühle nicht, aber schließlich bekommt Tom doch seine Chance. Ein richtiges Paar scheinen die beiden nie zu werden, denn eigentlich will Summer lieber frei sein. So stellt sie Tom zum Beispiel niemals offiziell als ihren festen Freund vor. Tom hingegen will Klarheit. Doch je stärker er Summer zu einer Entscheidung zwingt, umso weiter entfernt sie sich von ihm. Da überrascht es nicht, dass Tom Liebeskummer hat.

Verkehrte Klischees

Normalerweise wird angenommen, dass Frauen sich eine Beziehung wünschen und Männer eher das Abenteuer suchen. Dieser Film zeigt, dass es auch andersherum geht: Hier ist Tom der liebeskranke Träumer und Summer die Lässige, die nicht an die Liebe glaubt und als Single glücklich ist. Diese Botschaft hat Regisseur Marc Webb mit vielen witzigen Passagen versehen. Spätestens als Summer mit den Worten "Das sieht doch machbar aus" die Duschszene aus einem Erotikfilm mit Tom nachspielen will, lacht das ganze Publikum.

Außerdem hat Regisseur Webb Anspielungen auf viele bekannte Filme eingebaut: So ist Toms Lieblingsfilm zum Beispiel "Die Reifeprüfung" mit Dustin Hoffman. Als Tom das Schaufenster eines Elektronikladens als Spiegel benutzt, zwinkert ihm aus dem Fernseher Harrison Ford als Han Solo aus Star Wars aufmunternd zu. Auf das Genre der Tanzfilme und sogar auf Zeichentrickfilme wird angespielt, als Tom von tanzenden Passanten begleitet mit einem Zeichentrick-Vögelchen durch Los Angeles spaziert. Aber auch der Soundtrack zum Film ist eine wahre Freude für die Ohren: Die Musik von "The Smiths", Carla Bruni und "Simon And Garfunkel" unterstreichen die Grundstimmung des Films.

Etwas kitschig wird es zum Schluss, aber das Ende ist trotzdem überraschend. Die beiden sympathischen Hauptdarsteller Zooey Deschanel und Joseph Gordon-Levitt machen den Film zu einem Kinohighlight des Herbstes. "(500) Days of Summer" hinterlässt einfach ein gutes Gefühl und der Zuschauer verlässt beschwingt den Kinosaal.

"(500) Days of Summer" kommt am 22. Oktober in die Kinos.



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