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Donnerstag, 15. Oktober, Alter: 2 Jahre » Zurück

Von: Maria Horschig

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Erfolgreiches Hochschulmarketing

Einfluss "Mundpropaganda"

Die Hochschule Mittweida verzeichnet in diesem Jahr so viele Erstsemester wie nie zuvor. medien-mittweida.de sprach mit dem Prorektor für Marketing, Professor Michael Hösel, über die Gründe und darüber, welche Rolle die Marketingaktivitäten bei der Entscheidung für Mittweida spielen.

Professor Michael Hösel, Prorektor für Marketing, im Gespräch mit medien-mittweida.de (Foto: Maria Horschig)

Professor Michael Hösel, Prorektor für Marketing, im Gespräch mit medien-mittweida.de (Foto: Maria Horschig)

Mit 1550 neuen Studierenden ist die Zahl der Studienanfänger in diesem Jahr so hoch wie noch nie. Doch: "Wir wollen keine Rekorde einfahren, sondern unsere Zahl auf einem konstanten Niveau halten", erklärt der Prorektor für Marketing, Professor Hösel. Großen Anteil an dieser hohen Zahl haben Kommilitonen aus dem Ausland sowie den alten Bundesländern. Dort drängen durch die Verkürzung des Abiturs auf zwei Jahre doppelt so viele Abiturienten an die Hochschulen. Ein Trend, von dem auch Sachsen profitiert. 

Hierzulande entscheiden sich wieder mehr Abiturienten für ein Studium. "Wir arbeiten daran, prinzipiell mehr Schüler von einem Studium zu überzeugen", nennt Hösel eines der Ziele des Marketings. "Es ist wie mit dem Führerschein: Wenn ich den gemacht habe, will ich auch Auto fahren", vergleicht er.

Die meisten Studiengänge sind bis auf den letzten Platz gefüllt, allen voran diejenigen mit Zulassungsbeschränkung, wie Medien, Immobilien- und Facilitymanagement sowie Soziale Arbeit. Da das Mittweidaer Immobilien- und Facilitymanagement in seiner Art in Deutschland einzigartig ist, kamen 169 Bewerber auf 40 Plätze. Auch in den Medien bewerben sich traditionsgemäß vielfach mehr Anwärter, als Plätze vorhanden sind. Um die jeweils 60 Studienplätze kämpften bei den Managern 346, bei den Technikern 200 Bewerber. Ebenfalls stark nachgefragt sind Biotechnologie und Bioinformatik sowie Betriebswirtschaftslehre und Maschinenbau.

Internet Spitzenreiter bei Informationsbeschaffung

Zu Beginn des Semesters wurden die Erstsemester gebeten, Fragebögen auszufüllen, mit Hilfe derer die Mitarbeiter des Marketings überprüften, ob und wie ihre Arbeit gewirkt hat. "Diese Umfrage hat wirklich interessante Ergebnisse gebracht", fasst Hösel zusammen. Das Internet ist Medium Nummer eins für die Informationsbeschaffung über Mittweida. Knapp die Hälfte aller Befragten informierte sich auf diesem Weg über die Hochschule, vor allem Studienanfänger, die nicht aus Sachsen stammen. An zweiter Stelle steht die "Mundpropaganda", also die Empfehlung von Verwandten und Bekannten. Genauso wichtig sind auch die Meinungen von Absolventen. Die Tage der offenen Tür nutzen vor allem Studieninteressierte aus Sachsen. Dass sich sehr viele Erstsemester gezielt für Mittweida beworben haben, freut den Prorektor. Dabei ist er sich sicher, dass nicht die Stadt, sondern die Hochschule das entscheidende Kriterium war.

Eine sehr überraschende Erkenntnis war, dass fast keiner der Studienanfänger aus den alten Bundesländern die Kampagnen kannte, die speziell Schüler aus diesen Regionen für ein Studium in den neuen Bundesländern begeistern soll. "Pack dein Studium" und "Studieren in Fernost" waren dagegen lediglich einigen wenigen Kommilitonen aus den neuen Bundesländern ein Begriff. 

Für seine Tätigkeit als Prorektor im Marketing nimmt Michael Hösel sich aus der Umfrage Anregungen für die weitere Arbeit mit. Für Printanzeigen werde nur noch ganz gezielt Geld ausgegeben. "Wir richten stattdessen weiterhin viel Aufmerksamkeit auf das Internet und arbeiten verstärkt mit den Absolventen zusammen." Für zielgruppengerechte Ansprache schaltet die Hochschule Radiospots, wie derzeit auf dem jugendorientierten Sender "Energy". Dort läuft diese Woche Werbung für den Tag der offenen Tür am Samstag.



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