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Freitag, 25. August, Alter: 4 Jahre » Zurück

Von: Alexander Kühn

Interview mit Tino Kreßner von "Bewegende Bilder"

Von Nachtgeschichte bis Bankgeheimnis

Im November 2005 gründeten Studenten der Hochschule Mittweida den Verein "Bewegende Bilder e.V.". Die Idee dieses Zusammenschlusses war und ist es, unabhängig vom Studium verschiedenste audio-visuelle Projekte realisieren zu können. Das so errichtete Netzwerk soll seinen Mitgliedern auch im späteren Berufsleben behilflich sein.

Vereinsfoto Gründer Bewegte Bilder

Vereinsfoto der Gründungsmitglieder: Christian Abel, Oliver Noffke, Stefanie Zeug, Ann-Kristin Citzler, Alexander Schulz, Tino Kreßner, Claudia Höhne (v.l., Bild: Thomas Hettwer)

Wir sprachen mit Tino Kreßner, dem Vorstandsvorsitzenden des Vereins, über die Arbeit des letzten Jahres, wie die Projekte liefen und was in Zukunft noch alles geplant ist.

Seit der Gründung des Vereins sind zahlreiche Projekte umgesetzt worden. Unter anderem der Kurzfilm "Nachtgeschichte". Seid Ihr mit dem Ergebnis zufrieden?

Unsere Mitglieder haben sehr vielseitige Interessen und Begabungen. Ich bin stolz darauf, dass bei unserem ersten Kurzfilmprojekt "Nachtgeschichte" alle Aufgaben von uns selbst übernommen werden konnten. Darunter fielen unter anderem Dreh, Schnitt, Soundtrack, DVD, das Marketing, die Premiere in der "Filmbühne Mittweida" sowie alle entstandenen Werbeprodukte. Dabei wurde der Kurzfilm ausschließlich durch Eigenkapital finanziert. Seither sind drei weitere Kurzfilme entstanden und die nächsten zwei befinden sich in der letzten Planungsphase.

Wie funktioniert die Arbeit miteinander?

Durch die verschiedenen Projekte sind wir ein eingespieltes Team geworden, dass sich gegenseitig wie eine Familie unterstützt. Wir bilden uns weiter, indem wir Dozenten aus der Praxis holen oder für unsere Mitglieder selbst Seminare und Kurse anbieten. Das Besondere an dieser Gemeinschaft sind die verschiedenen, sich ergänzenden Kompetenzen. Für jedes Projekt bestimmt der jeweilige Produzent sein Team. Aus den einst 7 Mitgliedern bei der Gründung sind inzwischen 27 geworden. Somit gibt es also auch einen gewissen Pool interessierter und erfahrener Leute, aus dem die Produzenten wählen können.

Gab es bei der Arbeit an Projekten Probleme oder Dinge, die man mittlerweile anders machen würde?

Im Nachhinein betrachtet, wäre bei unserem ersten Filmprojekt jeder Abschnitt der Umsetzung ausbaufähig gewesen. Allerdings waren die begangenen Fehler auch notwendige Erfahrungswerte. Bestes Beispiel war die Premiere des Kurzfilms "Nachtgeschichte". Alles bis hin zur Vorführung war durchorganisiert. Allerdings dachten wir, dass das Publikum nach dem Abspann von allein den Saal verlässt. Diese wiederum warteten auf eine Reaktion von uns, die leider etwas zu spät kam.

Seid ihr mit der Arbeit eurer Mitglieder zufrieden?

Sicher wäre an manchen Stellen mehr drin gewesen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass unsere Mitglieder die Projekte freiwillig und unendgeldlich realisieren, um sich weiterzubilden. Da alle Teilnehmer jedoch noch nebenbei studieren, kann man durchaus zufrieden sein.

Was darf man in naher Zukunft noch alles von Euch erwarten?

Natürlich sind weitere multimediale Projekte geplant, die der Verein in der nächsten Zeit umsetzen wird. In Zukunft soll auch die Zusammenarbeit mit dem "Mittelsächsischen Theater Freiberg/Döbeln" intensiviert werden. Im Rahmen der Theaterpremiere "Neue Leben" findet am 7. Oktober 2006 eine Vereinskurzfilmnacht statt. In dieser wird neben ausgewählten Streifen befreundeter Filmcrews auch der neue Vereinsfilm "Bankgeheimnis" präsentiert. Für kommende Aufgaben soll häufiger das Internet als Plattform genutzt werden, um Projekte lokal unabhängig zu realisieren. Persönlich freue ich mich auf die Zukunft des Vereins.



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