Von: Alexander Kühn
Interview mit Tino Kreßner von "Bewegende Bilder e.V."
Eine Kurzfilmnacht der besonderen Art
Am Samstag, den 7. Oktober 2006 veranstaltet der Verein „Bewegende Bilder e.V.“ in Zusammenarbeit mit dem Mittelsächsischen Theater Freiberg/Döbeln eine Kurzfilmnacht.
Wir befragten Tino Kreßner, den Vorstandsvorsitzenden des Vereins, über das bald stattfindende Event. Das ganze hier.
Wann seid Ihr darauf gekommen eine Theaternacht zu organisieren und wie kam der Kontakt zum Theater Freiberg zu Stande?
Der Kontakt kam über Sandy Dörner, einer ehemaligen Medienmanagement-Studentin, zu Stande. Sie ist für die Öffentlichkeitsarbeit des Theaters zuständig und war durch die Premiere des Kurzfilms „Nachtgeschichte“ auf uns aufmerksam geworden. Schon nach den ersten Treffen haben wir festgestellt, wie gut die Kooperation zwischen beiden Seiten funktioniert. So wuchs recht schnell der Gedanke einer gemeinsamen Veranstaltung. Als Verein, der inzwischen selbst fünf Kurzfilme produziert hat, lag die Idee dann nahe, eine Nacht mit verschiedenen Filmen zu organisieren.
Was für Kurzfilme werden genau gezeigt? Gibt es ein einheitliches Thema?
Die Kurzfilme entsprechen alle dem Motto "Neue Leben". Dieses Theaterstück wird an dem Abend uraufgeführt und ich empfand es als eine Herausforderung, den Titel filmisch auf verschiedene Weisen zu interpretieren. In jedem Kurzfilm findet eine tiefgreifende Wendung im Leben der Protagonisten statt, die sie dazu führt selbst ein Stück neues Leben zu beginnen.
Warum seid ihr ausgerechnet auf das Theater Freiberg als Veranstaltungsort gekommen?
Als neugegründeter Verein können wir uns natürlich noch kein Vereinshaus oder gar ein eigenes Kino leisten. Für uns ist es aber wichtig, dass unsere Projekte auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Unsere Mitglieder können sich somit gute Referenzen erarbeiten und sich vielleicht schon vor ihrer ersten Bewerbung einen guten Namen in der Branche schaffen. Diese Chance sahen wir im Theater Freiberg.
Was genau erhofft ihr euch von der Kurzfilmnacht und was macht sie besonders?
Das Besondere an diesem Kurzfilmevent ist der Mix aus vereinseigenen Filmen und den Werken befreundeter Filmcrews. Uns in den Medien ist sehr wohl bewusst, wie wichtig Netzwerke und gute Kontakte sind. Ein Filmprojekt zum Beispiel besteht aus vielen einzelnen Profis, die alle auf ihren Gebiet die Besten werden wollen. Das Publikum sieht am Ende ein Werk, welches nur durch eine gute Zusammenarbeit entstehen konnte. Mit so einer Veranstaltung hoffen wir zudem, die Magie von Kurzfilmen den Menschen näher bringen zu können. Ein Kurzfilm kommt ohne eine Einleitung oder eine starke Charakterentwicklung aus. Der Betrachter befindet sich sofort in einer neue Welt mit ihm unbekannten Personen. Die Aussage steht dabei im Mittelpunkt und hat nicht weniger Bedeutung als in großen Kinoproduktionen. Der Nachteil ist, dass man im Kino sein Popcorn schneller essen muss. Aber ich denke mit einer Zusammenstellung von sieben verschiedenen Filmen hat jeder ausreichend Zeit zum Genießen.
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