Von: Matthias Kofahl
Kommentar zum Kasernenbrand in Dresden
Schaden in Millionenhöhe
Der Fuhrpark der Bundeswehr in Dresden ist völlig zerstört. Jetzt begründen die vermeintlichen Täter ihren Akt der Verwüstung mit banaler Anti-Kriegs-Rhetorik.
In der Nacht zum Ostermontag wurde auf der Albertstadtkaserne in Dresden ein Brandanschlag verübt. Unbekannte legten auf dem Bundeswehrfuhrpark mehrere Brandherde, richteten Verwüstung an und entkamen. Seit gestern gibt es ein Bekennerschreiben einer bisher unbekannten "Initiative für ein neues blaues Wunder."
Auch der Polizei war diese Initiative bisher unbekannt. Es scheint, als sei sie extra für diese Straftat gegründet worden. Der Vorwand des politischen Idealismus liefert dabei den Grund für aggressiven Vandalismus.
Im Gespräch mit medien-mittweida.de erklärt der Pressesprecher der Albertstadt-Kaserne Klaus Geier, dass die zuständige Wachfirma "buchstabengetreu gehandelt" habe. Es gäbe "überhaupt keine Veranlassung auf eine militärische Wache umzuschwenken." Denn immerhin leitet ein Offizier die engagierte Firma.
LKA ermittelt in alle Richtungen
Es klingt kurios: obwohl die Wachen sich an alle Vorschriften gehalten haben brennt der Fuhrpark der Kaserne völlig aus. Die finanziellen Mittel zum Schutz vor solchen Anschlägen sind wohl recht eng bemessen. Als Abschreckung können nur ein schneller Ermittlungserfolg und angemessener Strafvollzug dienen.
Bisher äußert sich das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) dazu verhalten. "Wir sagen nicht, dass da Profis am Werk waren", äußert LKA-Sprecherin Silvaine Reiche gegenüber medien-mittweida.de. Trotzdem waren "die Täter gut vorbereitet und haben das von langer Hand geplant", so Reiche. Obwohl weiterhin in alle Richtungen ermittelt wird, vermuten Kriminalbeamten einen linksextremistischen Hintergrund.
"Wenn Ihr nicht abrüstet, tun wir es"
Das Bekennerschreiben unterstützt diese Vermutung mit allzu banaler Anti-Kriegs-Rhetorik. Hier heißt es unter anderem: "Wenn Ihr nicht abrüstet, tun wir es" und "um menschenverachtendes Kriegsgerät unbrauchbar zu machen, haben wir es einfach angezündet."
Einsätze der Bundeswehr wie in Afghanistan und im Kosovo müssen natürlich hinterfragt werden. Doch wer hier seine Positionen mit Verbrennen von Steuergeldern und sinnloser Zerstörungswut durchsetzen will, gehört dahin wo LKA und Bundeswehr die Täter schon lange sehen: ins Gefängnis.
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