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Dienstag, 17. Februar, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Christoph Schaarschmidt

Arschleder-Sledding-Worldchampionchip 2009

Auf die Ärsche, Fertig, Los!

Die Weltmeisterschaft im Arschleder-Wettruscheln fand am 15. Februar 2009 in Neudorf im Sehmatal statt. Das Event, veranstaltet vom Skiverein "Sehmatal", lockte knapp 300 Zuschauer an, unter ihnen auch medien-mittweida.de.

Arschrodler in ihrem Element

Die Weltmeisterschaft im Arschleder-Wettruscheln (Foto: Christoph Schaarschmidt)
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Der Ruf des Erzgebirges als sichere Skiregion litt unter den vergangenen beiden milden Wintern. Auch das einzigartige Arschleder-Wettruscheln fand nicht statt. Doch in diesem Winter wartete der Skihang zu Neudorf in perfektem Zustand auf das Sportevent. Der Hang am Paulusberg war mit Natur- und Kunstschnee ausreichend beschneit und der Skiverein "Sehmatal" präparierte am Tag zuvor die Wettkampfstrecke: Mit maschineller Unterstützung bereiteten die Mitglieder vier nebeneinander liegende "Rinnen" vor, in denen die Wettkampfteilnehmer den Berg hinunter rutschten.

Der Wettkampf

Teilnehmen konnte jeder, der Lust hatte. Je nach Alter teilten die Veranstalter die 69 Wettkämpfer in eine der vier Kategorien ein. Die Arschleder stellte der Skiverein, damit jeder auch das gleiche Wettkampfgerät benutzt. Für den Sieg entscheidend war vor allem die Technik, mit der die Wettstreiter den 55,55 Meter langen Hang hinunter glitten. Diese konnte jeder vor dem Wettkampf üben.

Mit dem Kommando "Auf die Ärsche, Fertig, Los" starteten jeweils vier Teilnehmer. Der Erste und Zweite jedes Rennens kamen in die nächste Runde. Durch die glatte Oberfläche des Leders und die Neigung des Hanges erreichten die Sportler Höchstgeschwindigkeiten. Manche drehten sich auf der Bahn und schlitterten rückwärts oder überschlugen sich. Nach dem Zieldurchlauf standen Mitarbeiter des Skivereins um die Teilnehmer aufzufangen, bevor sie auch noch den Rest des Paulusberges hinunter rutschen.

Nach dem Wettkampf folgten die Siegerehrungen. In allen Kategorien dominierten die ortsansässigen Teilnehmer. Gewinnen konnten sie Sachpreise, bei denen auch der vierte Platz nicht leer ausging.

Spaß mit Tradition

Wer denkt, das Arschleder sei nur eine Weiterentwicklung der Plastiktüte, liegt falsch. Wie vieles im Erzgebirge geht es auf die Bergbautradition zurück. Die Bergmänner rutschten auf ihren Lederschürzen, die sie um ihr Gesäß gebunden hatten, in die Mienen ein.

Der Spaß an der Sache stand bei der Weltmeisterschaft im Arschleder-Wettruscheln klar im Vordergrund. So sollten die Zuschauer und Teilnehmer den Begriff Weltmeisterschaft in Anführungsstriche setzen, sagte Moderator Stefan Süß. Sie stammten doch vorwiegend aus den umliegenden Dörfern. Aber auch bis Berlin, Gelsenkirchen und Zwickau hatte sich das verrückte Event bereits herumgesprochen. Vielleicht wird das Arschleder im Wintersport irgendwann so bekannt wie der Wok.



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