Von: Mariam Shatberashvili
Kommentar zur Fotografie des David LaChapelle
Surrealismus verknüpft mit der Welt
Die Ausstellung des Fotografen David LaChapelle läuft bis zum 31. Mai 2009 in Paris im "Hotel de Monnaie". Seine Werke handeln von Religion, Apokalypse und Krieg. Mancher ist schockiert, Andere verehren ihn für seine Detailtreue und perfektionistische Fotografie.
Die großformatigen Bilder von David LaChapelle mit ihren Gestalten in purer Nacktheit und einem Ausdruck der Hoffnungslosigkeit erinnern an die alten Meister. Die Technik dahinter ist raffiniert und aufwändig. An einem Bild arbeiten über hundert Personen, der Bühnenbau ist komplizierter als eine Theaterbühne. Es liegen Menschen im Wasser, in welchem Reste von Fast-Food-Restaurant-Schildern, Autos und Müll umher schwimmen. Die Kinder halten Süßigkeitentüten in den Händen, die an die Konsumgesellschaft von Heute erinnern sollen. Die Menschen versuchen sich aneinander zu fesseln und sich vor etwas zu schützen, das ein Panorama der Apokalypse darstellen soll.
Die Welt beim Untergang
Ein anderes Bild namens "Holy War" stellt Soldaten im Krieg dar, die offensichtlich von einem Angriff überrascht wurden. Sie liegen blutüberströmt, mit Blackberrys in den Händen, auf dem Boden.
In der Reihe "Jesus Is My Homeboy" handelt von Jugendlichen im Umgang mit Jesus. Es sind junge Erwachsene in us-amerikanischen Szenenkleidern abgebildet, die um Jesus Christus stehen. Es wird auf eine hoffnungslos überforderte Generation hingewiesen, die im Leben nicht mehr weiter kommt und in dieser heidnischen Zeit sogar den Gott zu Hilfe zieht. Für manch einen Religiösen mag dies Gotteslästerung sein, wenn Jesus Christus in einer so weltlichen Gestalt abgebildet ist, doch der moderne Rahmen lässt diese Art des Glaubens durchaus zu. Schon Richard Avadon sagte: "Unter allen Fotografen, die surreale Images erfinden, ist LaChapelle der einzige, der das Potenzial dazu hat, um der Magritte dieses Genres zu sein."
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