Von: Lion Pfeufer
Globaler Tag des Theaters
"Wir sind Theater"
Am 27. März findet der "World Theatre Day"- der Welttheatertag statt. Ob Simbabwe, Bangladesch oder Deutschland – viele Theater laden die Besucher nicht nur zu Vorstellungen, sondern auch zu Besichtigungen, Podiumsdiskussionen oder festlichen Umzügen ein.
Bereits seit der Griechischen Antike etabliert sich das Medium Theater. Seit der Einführung des "théatrons", des Zuschauerraumes, ist Theater salonfähig. Inzwischen hat sich vieles verändert, das Grundprinzip ist jedoch gleich geblieben: Darsteller führen ein Stück vor einem Publikum auf und treten mit diesen in Interaktion.
"Verbindung mit ihrem Publikum"
Heute besteht eine globale Vernetzung von Theatern. Mit der Gründung der Organisation Internationales Theaterinstitut (ITI) durch die UNESCO im Jahre 1949, wurde hierfür der Grundstein gelegt. Laut des ITI-Deutschland dient die Organisation vordergründig dem "wechselseitigen Austausch der Theaterschaffenden der Welt". In 90 Ländern befinden sich derzeit nationale Zentren der ITI. "Deutschland ist neben den USA und Bangladesch eines der größten Zentren weltweit", so Michael Freundt, Pressesprecher des ITI-Deutschland gegenüber medien-mittweida.de.
Konfliktlösung durch Theater
Besonders in Entwicklungsländern sind Theater beliebt, dort verstehen sich die Schauspieler oft als Vermittler, die Konflikte aufzuzeigen und aktiv mit dem Publikum Lösungen suchen. Egal wie ein Land den Welttheatertag feiert, die Grundidee ist laut www.iti-germany.de überall gleich: "Alle Ereignisse geben den Theatern Gelegenheit, engere Verbindungen mit ihrem Publikum zu knüpfen, mit ihm gemeinsam zu feiern. Die Theatermacher lernen ihr Publikum besser kennen und können dies in ihrer Arbeit umsetzen. Leider nutzen die Theater in Deutschland nicht alle diesen Tag, um in besonderen Aktionen auf sich aufmerksam zu machen. Dem 27. März wird hierzulande mit weniger Euphorie begegnet. Wilm Heinrich, Pressesprecher des Staatsschauspiels Dresden, bestätigt gegenüber medien-mittweida.de: "Wir haben die letzten Jahre immer etwas Besonderes veranstaltet, leider war die Resonanz nicht so groß".
Preisträger Jürgen Gosch
Neben den diversen Festlichkeiten und Events verleiht die ITI-Deutschland am 27. März auch den "Preis zum Welttheatertag". Dieses Jahr erhält Theaterregisseur Jürgen Gosch den Preis. Die ITI begründet ihre Wahl unter anderem damit, dass "seine Inszenierungen den Schauspielern enorme Gestaltungsräume lassen und durch einen ästhetischen Purismus bestechen." Die Ehrung findet am 28. April im Deutschen Theater Berlin statt.
Botschaft zum Welttheatertag
Genau wie die Preisverleihung ist die "Botschaft zum Welttheatertag" Tradition. Seit 47 Jahren wird diese weltweit gesendet und gedruckt. Die diesjährige Botschaft verfasste der brasilianische Regisseur und Theaterautor Augusto Boal. Er schreibt, dass "alles, was wir auf der Bühne tun, wir auch im Leben tun: wir sind Theater." Diese Gelegenheit gibt das ITI-Deutschland am 27. März Berliner Jugendlichen zwischen 16 und 20 Jahren. Im Theater an der Parkaue in Berlin wird das Thema soziale Ungerechtigkeit thematisiert. Im Rahmen eines Wettbewerbes konnten die Bewerber Szenen, Skizzen, Momente oder Einakter einreichen. Fünf dieser Werke erlebt der Besucher ab 19.00 Uhr bei freiem Eintritt. "Empfehlenswert ist auch Hamlet-Transfer im Düsseldorfer Theatermuseum, eine Fachkonferenz mit Diskussion und Vorstellungen am Abend", verrät Freundt medien-mittweida.de.
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ein tolles Foto. Endlich mal kein pixelio