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Dienstag, 19. Mai, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Eike Riedel

Tierpark Neumünster will am Erfolg von Knut beteiligt werden

Knuts Millionenerbe

Das Schicksal des Eisbärbabys Knut ging um die Welt. Fünf Millionen Euro Gewinn brachte der Zuschauerliebling dem Zoo Berlin. Knut ist nun erwachsen und der Tierpark Neumünster streitet um einen Teil des Geldes.

Knut ist inzwischen fast ein ausgewachsener Eisbär. (Quelle: Flickr.com/ Foto: Sebastian Niedlich)

Knut ist inzwischen fast ein ausgewachsener Eisbär. (Quelle: Flickr.com/ Foto: Sebastian Niedlich)

Anfang Dezember 2006 erblickte Knut im Zoo Berlin das Licht der Welt. Neben einem enormen medialen Interesse sahen auch viele Zuschauer dem Bären beim Aufwachsen zu. So konnte der Zoo Berlin bereits im Juli 2007 den einmillionsten Besucher begrüßen. Zudem kamen zahlreiche Merchandising-Artikel, wie Tassen und T-Shirts auf den Mark, die sich ebenfalls sehr gut verkauften. Mit der Steigerung der Besucherzahlen ging auch ein Gewinnanstieg für den Berliner Zoo einher. So konnte der Zoo im Jahr 2007 fast fünf Millionen Euro durch den Verkauf von Eintrittskarten mehr einnehmen als im Vorjahr. 60 Prozent des Gewinns werden dem Faktor "Knut" zugerechnet.

Knuts Vater, der Eisbär Lars, wurde an den Zoo Berlin im Jahr 1999 vom Tierpark Neumünster ausgeliehen. Ein damals getroffener Vertrag sieht vor, dass das erste Tier, dessen Vater Lars ist, dem Tierpark Neumünster gehört. Diesen Vertrag hat der Zoodirektor von Berlin, Bernhard Blaszkiewitz, im März bei der Filmpremiere des Films "Knut und seine Freunde" bestätigt. Der Tierpark Neumünster versucht nun, nicht nur am Gewinn beteiligt zu werden, sondern strebt auch an Knut von Berlin nach Neumünster zu holen. Gegenüber medien-mittweida.de wollte Peter Drüwa, Direktor des Tierparks Neumünster dazu jedoch keine weiteren Angaben machen.

Berlin: Knut bleibt!

Gütliche Verhandlungen über eine Beteiligung an den Lizenzeinnahmen waren in der Vergangenheit gescheitert. Gegenüber dem Holsteinischen Courier äußerte sich der stellvertretende Vorsitzende der Tierparkvereinigung Neumünster, Knut Ebel, es habe bereits ein Angebot des Berliner Zoos gegeben, "die daran geknüpften Bedingungen seien aber nicht akzeptabel gewesen". Der Tierpark Neumünster benötigt das Geld dringend für Renovierungsarbeiten. 

Am heutigen Dienstag beginnt vor dem Berliner Landgericht nun der Prozess zur juristischen Klärung des Streits. Zoodirektor Blaszkiewitz hat im Vorfeld bereits öffentlich angekündigt, dass Knut nicht nach Neumünster umziehen werde, da der Tierpark bereits eine Eisbärenherde mit einem Männchen habe. Auf Anfrage von medien-mittweida.de wollte der Zoo Berlin jedoch ebenfalls keine weitere Stellung beziehen.



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