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Dienstag, 3. März, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Mario Griesshammer

"Daimler AG" kürzt Vorstandsgehälter

Armer Vorstand

Die "Daimler AG" schraubt die Gehälter ihrer sechs Vorstandsmitglieder drastisch herunter. Im Vergleich zu 2007 erhalten die Manager um Dieter Zetsche knapp 50 Prozent weniger Geld. medien-mittweida.de nennt die Gründe.

"Daimler AG"

"Daimler AG" - bald ein untergehnder Stern? (Quelle: flickr.com; Fotograf: Christian Watzke)

Im Geschäftsbericht der Daimler AG des Jahres 2008 ist klar und deutlich zu sehen, welche Auswirkungen die internationale Wirtschaftskrise hat. Laut eigenen Angaben beträgt der bereinigte Gewinn (EBIT) 2,7 Milliarden Euro, also sechs Milliarden Euro weniger, als im Geschäftsjahr 2007.

Tochter belastet Ergebnis

Ein Hauptgrund für den starken Rückgang des Gewinns sind nach Konzernangaben die Belastungen aus der "Chrysler"-Beteiligung. Insgesamt soll die amerikanische Tochter 2008 über 3,2 Milliarden Euro Verlust eingebracht haben. Im Vorjahr lagen die Einkünfte durch den US-Konzerns noch bei 377 Millionen Euro. Die "Daimler AG" ist zu 19,9 Prozent an Chrysler beteiligt.

Nicht nur "Chrysler", an dem "Daimler" noch rund 20 Prozent hält, leidet unter sinkenden Gewinnen. Auch die "Daimler"-Sparte "Mercedes Benz Cars" mit den Marken "Mercedes Benz", "Maybach", "smart" und "AMG" erfreut sich nicht gerader rosiger Zeiten. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge blieb fast konstant, 1 273 000 im Vergleich zu 1 293 200 im vergangenen Jahr. Jedoch ist der bereinigte Gewinn laut der eigenen Bilanz 2008 im Vergleich zu 2007 um 55 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro gesunken. Eine Anpassung der Produktion im dritten Quartal war auf Grund der veränderten Marktlage notwendig. Laut dem Vorstandsvorsitzendem Dieter Zetsche bewies die "Daimler AG" im ersten Halbjahr, was sie unter "normalen wirtschaftlichen Bedingungen" leisten könne.

Vorjahresergebnis enthielt hohe Erträge

Der hohe Gewinn aus 2007 enthielt laut der Jahrespressekonferenz zudem Erträge aus der Übertragung von EADS-Anteilen und der Veräußerung von Immobilienbesitz am Potsdamer Platz in Berlin. Im Vergleich zum Vorjahr warf der Rüstungskonzern nur noch 130 Milliarden Euro ab. Dies entspricht einem Rückgang von rund 1443 Millionen Euro. Zudem brachte der Verkauf der Gebäude und Grundstücke in der Bundeshauptstadt nach Konzernangaben 449 Millionen Euro zusätzlich ein.

Da die Manager der "Daimler AG" keine genauen Aussagen über die Dauer und den Verlauf der weltweiten Rezession treffen können, sind die Erwartungen für 2009 entsprechend nüchtern. Um weitere zehn Prozent könnte die globale Nachfrage nach Pkw sinken. Zudem sei die Nutzfahrzeugbranche in Zukunft von erheblichen Umsatzeinbrüchen betroffen.

In der zyklischen Entwicklung der Wirtschaft folgt auf einen Abschwung immer ein Aufschwung. Somit bleibt die Frage offen, wann sich die "Daimler"-Manager wieder über steigende Gehälter am Ende eines künftigen Geschäftsjahres freuen können. Wichtig ist nur, erst die Entgelte der Manager zu verringern und nicht die Zahl der Mitarbeiter.



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