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Freitag, 27. März, Alter: 3 Jahre » Zurück

Von: Eike Riedel

Kunden behalten ihre Rechte

Folgen der Zahlungsunfähigkeit

Im September 2006 meldete der Handyproduzent BenQ Mobile Insolvenz an. Auch im Zusammenhang mit Opel ist häufig das Wort "Insolvenz" zu lesen. Doch was bedeutet eine Insolvenz für die betroffene Firma — und auch für die Kunden? medien-mittweida.de hat nachgefragt.

Insolvenz bedeutet nicht immer das totale Scheitern

Insolvenz bedeutet nicht immer das totale Scheitern (Quelle/Foto:PIXELIO.de/Gerd Altmann, Montage: Eike Riedel)

Ein Insolvenzverfahren kann immer dann eröffnet werden, wenn ein Schuldner zahlungsunfähig ist. Zahlungsunfähigkeit bedeutet, dass eine Firma ihre Schulden nicht pünktlich bezahlen kann, weil sie dazu finanziell nicht mehr in der Lage ist. Bei der Eröffnung eines Verfahrens bestimmt ein Gericht einen Insolvenzverwalter. Dieser hat die Aufgabe, das bestehende Vermögen zu verwalten und für eine möglichst gerechte und gleichmäßige Rückzahlung der Schulden zu sorgen. 

Gesetzliche Ansprüche bleiben bestehen 

Eröffnet eine Firma ein Insolvenzverfahren, so verlieren Kunden "ihre gesetzlichen Gewährleistungsansprüche gegen den Händler nicht", erklärte Bettina Dittrich, Referatsleiterin bei der Verbraucherzentrale Sachsen. "Herstellergarantien dagegen sind in der Regel verloren", so Dittrich weiter. Eine Herstellergarantie bedeutet, dass der Hersteller freiwillig verspricht, sein Produkt so produziert zu haben, dass es nicht kaputt geht — vorausgesetzt, es wird so benutzt wie vorgesehen. Die gesetzliche Gewährleistung wiederum garantiert dem Kunden, dass ein gekauftes Produkt zum Zeitpunkt des Kaufes einwandfrei ist. Im Schadensfall hat der Kunde bis zu zwei Jahre nach dem Kauf Anspruch auf eine Nachbesserung. Gibt ein Autohersteller beispielsweise fünf Jahre Garantie auf ein Fahrzeug und wird jedoch nach einem Jahr insolvent, dann verfällt die gegebene Garantie. Dem Autokäufer bleibt dann nur noch die gesetzliche Gewährleistung.

Genügend Ersatzteile vorhanden

Originale Ersatzteile für Fahrzeuge gibt es aber weiterhin. Gerd Schmidt, Autohändler aus Rheinsberg sagte gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung, dass Ersatzteile in der Regel noch zehn Jahre nach dem Autokauf erhältlich seien. Diese Lieferzeit garantiere der Hersteller. "Ersatzteile wird es aber immer geben", so Schmidt. "Damit kann man gutes Geld verdienen." Autofans finden hierfür oft Hilfe in Fanclubs. 

Vorläufig keine Insolvenz für Opel 

Die positive Nachricht zum Schluss: "Eine Insolvenz ist für Opel keine Option", betont Andreas Kroemer, Pressesprecher der Adam Opel GmbH, gegenüber medien-mittweida.de.



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Freitag, 27-03-09 17:32 Eike Riedel

Spekulationen über eine Insolvenz der Adam Opel GmbH sind extrem geschäftsschädigend.

Mehr ist sicherlich nicht nötig zu sagen.

Freitag, 27-03-09 15:13 Martin Glass

Zum letzten Abschnitt: Hat Herr Kroemer auch begründet, warum es keine Option ist?

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